Klimaaktivisten legen Verkehr lahm, Aggro-Autofahrer schlägt Frau ins Gesicht!

Berlin - Zum dritten Mal in dieser Woche haben Klimaaktivisten die Autobahnauffahrten blockiert - zum Ärger der Autofahrer. Einer hatte für die erneute Protest-Aktion offenbar überhaupt kein Verständnis und schlug zu!

Wie schon zu Beginn der Woche haben die Aktivisten teilweise erneut den Verkehr lahmgelegt. Ein Mann schlug einer Demonstrantin ins Gesicht.
Wie schon zu Beginn der Woche haben die Aktivisten teilweise erneut den Verkehr lahmgelegt. Ein Mann schlug einer Demonstrantin ins Gesicht.  © Twitter/@AufstandLastGen, Paul Zinken/dpa

Ein Twitter-Video der Demonstranten zeigt, wie eine Aktivistin an der Auffahrt zur A111 mit dem aufgebrachten, aggressiven Mann noch zu diskutieren versucht. Er lässt sich aber überhaupt nicht mehr beruhigen.

Während eine Frau im Hintergrund "Seid ihr Eltern? Mein Kind muss zum Arzt, verdammt" ruft, hebt der Frauenschläger erst bedrohlich die Hand, dreht sich weg und schlägt dann doch zu. Mitten ins Gesicht.

"Na los, jetzt verpiss dich. Wir müssen arbeiten", schickt er noch Abschiedsworte hinterher. "Wir verdienen Geld, ihr Pisser."

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Ob die junge Frau noch Anzeige erstattet hat, ist unklar, in einem weiteren Video hat sie sich dann aber auch zu Wort gemeldet. Ihr gehe es so weit gut. Einschüchtern lassen sich die Klimaaktivisten von einem solchen Zwischenfall nicht.

"Natürlich passiert es immer wieder, dass Autofahrer relativ aggressiv auf unsere Blockaden und Störungen reagieren. Das war klar, dass das passiert", berichtet die Demonstrantin.

Und weiter: "Ändert nichts daran, dass wir trotzdem hier weitermachen werden und weiter Druck ausüben, weil wir gerade in einer absoluten Notlage sind."

Die Aktivisten veröffentlichten ein Video des Vorfalls auf Twitter

Demonstranten legten mit nur fünf bis zehn Personen den Verkehr lahm

Die Aktivisten der Kampagne "Essen Retten - Leben Retten" fordern ein Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung und eine Agrarwende, um Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft zu senken. Sie nennen sich Aufstand der letzten Generation.

Nach Angaben der Polizei waren die Demonstranten unter anderem an der Seestraßenbrücke an der Auffahrt zur A100 sowie am Kurt-Schumacher-Platz an der Auffahrt zur A111. Auch in Berlin-Pankow blockierten Aktivisten die Fahrbahn an der Prenzlauer Promenade, Ecke Granitzstraße.

Beteiligt waren jeweils nur fünf bis zehn Personen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Doch gab es teils Behinderungen im Berufsverkehr. Die Verkehrsinformationszentrale meldete zeitweise mindestens 45 Minuten Stau auf der A114 stadteinwärts.

Titelfoto: Twitter/@AufstandLastGen, Paul Zinken/dpa

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