Berlin/Hamm - Eine Gruppe soll hinter einer Serie von Anschlägen auf türkische Betriebe und Geschäftsleute stecken: Im Zusammenhang mit einer mutmaßlichen kriminellen Vereinigung in Berlin ist ein weiterer Verdächtiger festgenommen worden.
Der 42-Jährige soll für mehrere Schüsse und Erpressungen von Gewerbetreibenden verantwortlich sein, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin am Montag gemeinsam mit.
Der Mann wurde den Angaben zufolge bereits Ende Juli in Hamm in Nordrhein-Westfalen festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.
Seit Februar ermitteln die Berliner Behörden gegen die Gruppierung. Die BAO Ferrum des Landeskriminalamts arbeitet dabei im Auftrag der Ermittlungsgruppe Telum der Staatsanwaltschaft Berlin.
Bei mehreren Verdächtigen wurden bislang Fahrzeuge, Bargeld und Edelmetalle im mittleren sechsstelligen Wert sichergestellt. Bei einem Großeinsatz Mitte Mai waren in Berlin 28 Objekte durchsucht und neun Männer im Alter von 23 bis 63 Jahren festgenommen worden.
Die Ermittler vermuten, dass die Gruppe hinter mehreren Erpressungen mit Schusswaffeneinsatz steckt. Die Ermittlungen dauern an.