Neue Pläne für leer stehendes Kaufhaus in Wedding: Anwohner wünschen sich Kieztreff statt "Crack-Höhle"

Berlin - Seit 2024 steht das Warenhaus an der Müllerstraße in Berlin leer – das soll sich ändern. Nun wurden die neuen Pläne für das ehemalige Karstadt vorgestellt. Zuvor hatten Berlinerinnen und Berliner die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Umfrage an der Planung zu beteiligen. Ein Bürger brachte es besonders deutlich auf den Punkt: Eine "Crack-Höhle" solle das Gebäude möglichst nicht werden.

Das ehemalige Karstadt an der Müllerstraße.  © imago/Stefan Zeitz

Verantwortlich für die neuen Pläne ist die Eigentümerin, die Versicherungskammer Bayern (VKB). Das ursprüngliche Konzept aus dem Jahr 2023 wurde inzwischen überarbeitet.

Doch wie stellen sich die Anwohner die Zukunft des Standorts vor? Beim Kiezradar der Senatskanzlei konnten sich Bürgerinnen und Bürger zu dem Projekt äußern.

Dabei zeigte sich ein klarer Wunsch: Die meisten von ihnen wünschen sich, dass hier in den kommenden fünf Jahren ein Begegnungsort für die Menschen im Wedding entsteht. Gewünscht ist ein Kieztreffpunkt für alle Altersklassen – ein Ort, an dem Menschen aus dem Viertel zusammenkommen können.

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Ein Teilnehmer formulierte seinen Wunsch deutlich zugespitzter. Er hoffe schlicht, dass aus dem ehemaligen Kaufhaus keine "Crack-Höhle" werde.

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Das ist bisher geplant

Das Warenhaus in Wedding ist seit 2024 geschlossen. (Symbolfoto)  © Henning Kaiser/dpa

Nach dem neuen Konzept soll der Einzelhandel in der Müllerstraße gestärkt werden. Deshalb sollen auch künftig Geschäfte im Erdgeschoss einziehen.

In den darüberliegenden Etagen sind unter anderem Flächen für Handwerksbetriebe, Gastronomie, Büros sowie Forschung und Wissenschaft geplant. Auch soziale Einrichtungen, beispielsweise für Kinder und Jugendliche, sollen dort Platz finden.

Auch Wohnraum ist Teil der neuen Pläne. Das Dachgeschoss soll mit einer Holzkonstruktion aufgestockt werden. Dort könnten Wohnungen für rund 60 Haushalte entstehen.

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Eine wichtige Änderung: Ein größerer Teil des bestehenden Gebäudes soll erhalten bleiben. Dazu gehört auch ein markantes Element des früheren Warenhauses: Die charakteristische Spindel zum Parkdeck bleibt bestehen.

Bezirksstadtrat Ephraim Gothe (62) sieht in dem Projekt vor allem eine Chance für das Viertel. Der geplante Mix aus Gewerbe, sozialen Einrichtungen und Wohnen könne einen "echten Mehrwert für die Nachbarschaft" schaffen und die Müllerstraße wieder attraktiver machen.

Bis zur Umsetzung dürfte allerdings noch etwas Zeit vergehen. Nach aktuellem Stand könnte der Umbau des ehemaligen Warenhauses 2028 beginnen. Wenn alles nach Plan läuft, könnten die ersten Mieterinnen und Mieter 2032 einziehen.

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