"Fördergeld-Affäre": Ex-Kultursenator Chialo soll aussagen

Von Andreas Heimann

Berlin - Bei der nächsten Sitzung des Untersuchungsausschusses zur umstrittenen Vergabe von Fördermitteln für Antisemitismusprävention soll am Donnerstag Ex-Kultursenator Joe Chialo (55, CDU) als Zeuge angehört werden.

Kann Ex-Kultursenator Joe Chialo (55, CDU) zur Aufklärung des Falls beitragen?  © Britta Pedersen/dpa

Der 55-Jährige gilt als eine der zentralen Personen in diesem Zusammenhang.

Er war im Mai 2025 zurückgetreten - allerdings nicht wegen der Fördergelder. Zur Begründung nannte er Kürzungen im Haushalt der Kulturverwaltung.

Seine Nachfolgerin Sarah Wedl-Wilson (56, parteilos) trat Ende April zurück. Sie hatte die Mittel für eine Reihe von Projekten gegen Antisemitismus freigegeben.

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Der Landesrechnungshof hatte die Förderung in einem Prüfbericht als "evident rechtswidrig" bewertet. Zuvor war aber auch Chialo mit der Angelegenheit beschäftigt. Außerdem sollen die CDU-Abgeordneten Dirk Stettner (56) und Christian Goiny (61) ein zweites Mal angehört werden.

Der Untersuchungsausschuss war auf Antrag von Grünen und Linken im Dezember 2025 eingesetzt worden.

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Sie werfen Chialo und Wedl-Wilson vor, Fördermittel nach unklaren Kriterien und auf aus ihrer Sicht unzulässigen Druck aus der CDU-Fraktion vergeben zu haben. Stettner und Goiny hatten den Vorwurf unzulässiger Einflussnahme bei ihrer ersten Anhörung Mitte April zurückgewiesen.

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