Sondierungen in Berlin gehen weiter: Durchbruch schon am Wochenende?

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Von Stefan Kruse

Berlin - Linke, Grüne und SPD in Berlin haben am Morgen ihre Sondierungsgespräche zur Regierungsbildung fortgesetzt. Diese sind auf der Zielgeraden und könnten nach Einschätzungen aus den Verhandlungsteams im Verlauf des Wochenendes abgeschlossen werden.

Die Verhandlungspartner um Tobias Schulze (50, v.l.), Maximilian Schirmer (36, beide Linke), Werner Graf (46, Grüne), Kerstin Wolter (40, Linke) und Steffen Krach (47, SPD) haben sich wieder an einen Tisch gesetzt.
Die Verhandlungspartner um Tobias Schulze (50, v.l.), Maximilian Schirmer (36, beide Linke), Werner Graf (46, Grüne), Kerstin Wolter (40, Linke) und Steffen Krach (47, SPD) haben sich wieder an einen Tisch gesetzt.  © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Falls das gelingt, wollen die Parteien umgehend über die Ergebnisse informieren. Der Beginn von Koalitionsverhandlungen ist dann im November zu erwarten, falls bis dahin alle drei Parteien grünes Licht dafür gegeben haben.

Die Sondierungen waren am Donnerstag vergangener Woche gestartet.

Zuvor schlossen die drei Parteien eine Vereinbarung dazu, wie sie im Falle einer Koalition mit antisemitischen Vorfällen in den Reihen der Linken umgehen wollen. Angedacht sind auch Sanktionen bis hin zum Fraktionsausschluss.

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In den Sondierungen selbst sorgte das Thema Antisemitismus dann auch für Irritationen und sogar für eine zeitweise Unterbrechung der Gespräche.

Linke-Fraktionsspitze sieht keine Grundlage mehr für Zusammenarbeit mit Vanessa Emde

Die Neuköllner Abgeordnete Vanessa Emde (45, Linke) hat sich mit ihren Aussagen selbst ins Abseits gestellt.
Die Neuköllner Abgeordnete Vanessa Emde (45, Linke) hat sich mit ihren Aussagen selbst ins Abseits gestellt.  © Soeren Stache/dpa

Denn die Linke ließ alle ihre Fraktionsmitglieder einen Text dazu unterschreiben, der nur in Teilen der vorigen Einigung aller drei Parteien zu dem Thema entsprach.

Grüne und SPD kritisierten das. Nun ist klar: Der gemeinsame Text soll Teil des Koalitionsvertrags werden, wenn es so weit kommt.

Erschwerend kam hinzu, dass sich die Linke-Fraktionsspitze auch damit beschäftigen musste, wie sie mit der umstrittenen Neuköllner Abgeordneten Vanessa Emde (45) umgeht.

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Sie hatte am Donnerstagabend auf Instagram die Erklärung zum Antisemitismus scharf kritisiert, die sie noch am Dienstag selbst unterschrieben hatte.

Aus Sicht der Fraktionsspitze ist keine Grundlage mehr für eine Zusammenarbeit gegeben.

Titelfoto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

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