Von Matthias Arnold
Berlin - Vor dem Firmengelände des Rüstungskonzerns Rheinmetall in Berlin-Wedding haben sich am Dienstagmorgen mehrere Menschen auf der Straße festgeklebt.
Von 11 Protestierenden haben sich nach ihren Angaben 9 auf der Fahrbahn festgeklebt. Die Polizei sei zwischenzeitlich mit etwa 90 Kräften vor Ort gewesen, so die Sprecherin. Es werde wegen Nötigung sowie wegen des Verwendens verfassungswidriger Kennzeichen aufgrund von Ausrufen ermittelt.
Rheinmetall hatte im Sommer dieses Jahres die Rüstungsproduktion am Standort des ehemaligen Werks des Autozulieferers Pierburg aufgenommen. Seither gab es immer wieder Proteste gegen das Werk, an denen sich auch die Aktivistin Greta Thunberg (23) beteiligte.
Zu der heutigen Aktion vor dem Rheinmetall-Gelände hatte nach eigenem Bekunden die Gruppe "Peacefully Against Genocide" aufgerufen (deutsch: "friedlich gegen Völkermord").
Es habe auch vor anderen Rüstungsstandorten in unterschiedlichen Bundesländern ähnliche Aktionen gegeben, teilte die Gruppe mit. Mehr als 70 Menschen hätten sich insgesamt an den Aktionen beteiligt. Sie wolle damit gegen Waffenlieferungen aus Deutschland an die israelische Armee protestieren.
Es ist nicht das erste Mal, dass die Gruppe in Berlin mit solchen Aktionen protestiert. In den vergangenen Monaten kam es deswegen mehrfach zu Polizeieinsätzen vor dem Rheinmetall-Gelände.