Prügelattacke im Schwimmbad: 30 Jugendliche gehen auf vier Wachmänner los

Berlin - Wieder einmal gab es eine Schlägerei, ausgelöst durch Jugendliche, in einem öffentlichen Sommerbad im Berliner Stadtteil Pankow. Einige Täter konnten geschnappt werden.

Polizisten standen bereits 2019 vor dem Eingang zum Sommerbad Pankow. Nach "aggressiven Stimmungen" hat die Schwimmbadleitung die Polizei in diesem Fall gebeten, das Freibad zu räumen. (Archiv)
Polizisten standen bereits 2019 vor dem Eingang zum Sommerbad Pankow. Nach "aggressiven Stimmungen" hat die Schwimmbadleitung die Polizei in diesem Fall gebeten, das Freibad zu räumen. (Archiv)  © Jörg Carstensen/dpa

Am Montagabend gegen 19.15 Uhr kam es im Sommerbad Pankow in der Straße Am Schloßpark zu einem Streit zwischen zwei Schwimmmeistern und zwei Jugendlichen (14, 16).

Besucher vor Ort sagten der Polizei später, dass circa 30 weitere Jugendliche sich in dem Konflikt einschalteten, sodass vier Sicherheitsmitarbeiter dazugeholt werden mussten.

Es kam zu einer Massenschlägerei, bei der ein 39-jähriger Wachmann verletzt wurde, aber hinterher nicht ärztlich versorgt werden wollte.

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Bevor die Polizei eintraf, flüchteten die meisten der rund 30 gewaltbereiten Tatverdächtigen. Die beiden Jugendlichen, die sich zu Beginn mit dem Personal stritten, schnellten jedoch nicht davon.

16-Jähriger bei Prügelattacke verletzt

Der 16-Jährige musste mit Verletzungen am Arm und im Gesicht ins Krankenhaus gebracht werden. Die Polizisten nahmen von ihm und seinem 14-jährigen Begleiter lediglich die Personalien auf und informierten die Eltern der Jungen. Der jüngere der beiden sei noch vor Ort entlassen worden.

Für das Sommerbad in Pankow ist das leider nicht der erste größere Vorfall dieser Art. Bereits vor zwei Wochen kam es schon einmal zu einer Schlägerei, ausgelöst von Jugendlichen. 2019 musste die Polizei das Schwimmbad sogar komplett räumen. Nach "aggressiven Stimmungen" hatte die Schwimmbadleitung damals darum gebeten.

Gegen die Verdächtigen wird ermittelt. Mit welchen rechtlichen Konsequenzen die Jugendlichen rechnen müssen, bleibt abzuwarten. Es stellt sich aber sicherlich die Frage: Reichen Konfliktlotsen und das bisherige Sicherheitspersonal wirklich aus, um solche krassen Ausschreitungen in Zukunft zu vermeiden?

Titelfoto: Jörg Carstensen/dpa

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