Silvesterfeier am Brandenburger Tor: Viele Stars, kein Feuerwerk, aber Tickets sind schon weg

Berlin - Berlin feiert wieder Silvester am Brandenburger Tor. Nach zwei Jahren Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie ist an diesem Samstag am Wahrzeichen der Bundeshauptstadt eine Party mit Publikum geplant.

Am Brandenburger Tor laufen die Aufbauarbeiten für die Silvester-Sause.
Am Brandenburger Tor laufen die Aufbauarbeiten für die Silvester-Sause.  © Paul Zinken/dpa

In den vergangenen beiden Jahren waren die großen Feiern am Brandenburger Tor mit Zehntausenden Besuchern wegen Corona ausgefallen - nun können 2500 Gäste dabei sein. Das Interesse an der Show "Celebrate at the Gate" ist groß: Die ersten 1500 kostenlosen Eintrittskarten waren laut Veranstalter binnen sechs Minuten weg.

Auch die restlichen etwa 1000 Plätze waren am Donnerstag schnell im Internet vergeben, wie der Veranstalter mitteilte.

Gebucht wurde die Silvesterparty nach Angaben eines Sprechers von Gästen aus der ganzen Welt - unter anderem dabei sind Honduras, Brasilien, Costa Rica, Peru, Irland, Großbritannien, Schweden, Südafrika, Australien, Japan, Indien, Italien, Tunesien und Spanien.

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Die Veranstalterfirma Silvester in Berlin GmbH spricht von "Deutschlands spektakulärster Silvesterfeierlichkeit". Ein Höhenfeuerwerk wird es nicht geben. Gezeigt werden soll aber eine Lichtshow, die mit den Machern des "Festival of Lights" entwickelt wurde.

"Ein Höhenfeuerwerk ist nicht gestattet", hieß es vom Veranstalter. Anders als in den Vorjahren findet die Party diesmal auf dem Pariser Platz auf der Ostseite des Tores statt. Mehr als 400 Menschen sorgten laut Veranstalter für den Aufbau.

Scorpions, DJ Bobo, Münchner Freiheit und viele weitere treten auf

Unterstützt werden die Moderatoren auch von Sänger Sasha (50), der nochmals als Dick Brave auftreten will.
Unterstützt werden die Moderatoren auch von Sänger Sasha (50), der nochmals als Dick Brave auftreten will.  © Hendrik Schmidt/dpa

Auf der Bühne sollen prominente Bands und Musiker wie die Scorpions, Alphaville, Calum Scott (34, "You Are the Reason"), Kamrad ("I believe"), Moncrieff ("Warm"), DJ Bobo (54) und die Münchner Freiheit unterhalten. Durch die Liveshow, die im ZDF mit dem Titel "Willkommen 2023" gezeigt wird, führen Andrea Kiewel (57) und Johannes B. Kerner (58).

Unterstützt werden sie dabei laut Veranstalter von Sänger Sasha (50), der nochmals als Dick Brave auftreten will. Einlass für das Publikum ist am 31. Dezember von 18Uhr bis 19.30 Uhr. Am Eingang gibt es Kontrollen, große Taschen oder Rucksäcke sind verboten.

2020 und 2021 waren die früheren, richtig großen Feiern am Brandenburger Tor mit Zehntausenden Besuchern ausgefallen. Es gab nur Konzerte und Shows für das Fernsehen. Im vergangenen Jahr kurz vor Mitternacht versammelten sich jedoch trotz Verbots mehrere Tausend Menschen zum Feiern, so dass die Polizei einschritt.

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Diese kündigte an, in diesem Jahr stadtweit mit rund 1100 Polizisten im Einsatz zu sein. "Wir erwarten ein ähnliches Silvester wie vor der Corona-Pandemie", sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik (56) der Deutschen Presse-Agentur. "Das bedeutet ein deutlich erhöhtes Einsatzaufkommen." Feuerwehr und andere Hilfsorganisationen kündigten an, ihr Personal auf mehr als 1400 Einsatzkräfte zu verdreifachen.

Feuerwerk und Silvesterbölle in drei Berliner Gebieten verboten

Feuerwerk und Silvesterböller sind in der Silvesternacht in der Hauptstadt in drei Gebieten verboten: auf dem Alexanderplatz, rund um die Steinmetzstraße in Schöneberg sowie am Gefängnis in Moabit.

Am Alexanderplatz und in Schöneberg hat es laut Polizei früher verstärkt Angriffe auf Polizisten und Polizistinnen sowie Feuerwehrleute gegeben. Um zu gewährleisten, dass dort kein Feuerwerk gezündet wird, werden nach Polizeiangaben Absperrgitter aufgestellt, und es gibt Kontrollen an den Zugängen.

Die Verbotszone in den Straßen am Gefängnis Moabit gibt es in diesem Jahr, weil früher zahlreiche Menschen von der Straße aus Böller auf das Gelände warfen oder Raketen in Richtung der Anstalt abschossen.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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