Kurz vor Abstiegsendspiel: Nordost-Klub feuert Trainer
Berlin - Dubioser Trainerwechsel in der Regionalliga Nordost! Schlusslicht Hertha 03 Zehlendorf hat Trainer Tilman Käpnick (32) gefeuert, der mit dem Liga-Schlusslicht vor Kurzem Spitzenreiter Lok Leipzig geschlagen hatte.
Mit 2:0 hatten die Berliner völlig überraschend im Bruno-Plache-Stadion triumphiert, davon ist knapp zwei Wochen später nichts mehr übrig.
Denn Käpnick, der erst im Oktober vom erfolglosen Steffen Israel (40) übernommen hatte, muss nach gut sechs Monaten und 21 Punkten in 19 Spielen wieder gehen.
Und sein Abgang wirft Fragen auf! In einem knappen Statement schreiben die Zehlendorfer, dass "in den vergangenen Tagen rote Linien überschritten wurden", die dem Verein "keine andere Wahl gelassen haben".
Ins Detail gingen Klub und Präsident Kamyar Niroumand nicht. Klar ist nur: Der Abschied des zweiten Cheftrainers in dieser Saison ist besiegelt und ein Nachfolger steht für die ausstehenden neun Saisonspiele noch nicht fest.
Käpnick war seit Januar 2025 für Zehlendorf tätig, zunächst als Jugendtrainer der U19.
Hertha 03 Zehlendorf wenige Stunden vor Schlüsselspiel gegen Chemie Leipzig ohne Cheftrainer
Die Verkündung der Trennung mutet kurios an: Am Dienstagabend bestreitet Zehlendorf das enorm wichtige Nachholspiel gegen Chemie Leipzig (19 Uhr) im heimischen Ernst-Reuter-Sportfeld.
Mit einem Dreier könnte Zehlendorf dem direkten Konkurrenten aus der Messestadt bis auf fünf Punkte auf die Pelle rücken. Unter Umständen könnte jener Platz 16 von Chemie zum Klassenerhalt reichen.
Wer statt Käpnick das Abstiegsendspiel federführend von der Seitenlinie betreuen wird, blieb offen.
Zehlendorf war am Ostersamstag bei Babelsberg 03 nach zwei Minuten in den Rückstand geraten und am Ende mit 0:4 unter die Räder gekommen.
Kapitän Sven Reimann (31) war danach mit dem Team bei Ostsport.TV hart ins Gericht gegangen: "Das ist leider nicht Regionalliga-tauglich."
Titelfoto: Picture Point / Sven Sonntag

