Düstere Döner-Prognose: Hier müssen Berliner schon acht Euro zahlen

Berlin - Es kommt einem vor, wie aus einer ganz anderen Zeit, ist aber gar nicht mal so lange her. Vor knapp vier Jahren – vor Corona – hat man in Berlin einen guten Döner noch für 3,50 bis vier Euro bekommen. Heute verlangen die meisten Lokale in etwa sechs bis 6,50 Euro für einen klassischen Döner (Fleisch, Salat, Rotkohl, Tomate, Gurke, Zwiebel).

Ein Döner ist und bleibt das Lieblings-Fast-Food-Gericht der Deutschen.
Ein Döner ist und bleibt das Lieblings-Fast-Food-Gericht der Deutschen.  © Daniel Karmann/dpa

Manche sogar noch mehr. Bei Hasir am Nollendorfplatz in Schöneberg kostet das beliebte Fast-Food-Gericht mittlerweile schon sieben Euro. Für ein Dürum müssen Kunden 50 Cent mehr berappeln. Auch bei Zaddy's am Ku'damm wurden die sieben Euro bereits geknackt.

Der Grund: Die Energiekrise, sowie die Inflation. Gemüse, Fleisch, Getreide – alles wird teurer und damit eben auch der Döner.

Noch tiefer in die Tasche greifen müssen die Berliner bei der Dönerbude am Brandenburger Tor. Hier verlangt man für einen Kebab ganze acht Euro, was allerdings eher an der Lage liegen dürfte. So ist es an den Touri-Hotspots generell eher teuer.

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Die schlechte Nachricht: Andere könnten bald nachziehen. Über sieben Euro für einen Döner könnte dann schon bald auch in anderen Läden Realität werden. 2024 läuft die Senkung der Mehrwertsteuer infolge der Corona-Krise für Gastronomen aus. Die Mehrwertsteuer beträgt dann wieder 19 Prozent anstatt sieben Prozent.

Döner-Preise könnten im neuen Jahr weiter steigen

Mittlerweile werden teilweise schon sieben Euro für einen Döner verlangt.
Mittlerweile werden teilweise schon sieben Euro für einen Döner verlangt.  © Bildmontage: TAG24/Johannes Kohlstedt, Jörg Carstensen/dpa

Neben dem Schnitzel im Restaurant dürften auch die Dönerbuden die Preise anziehen.

"Ein Döner müsste eigentlich 7,30 Euro kosten", sagte Gürsel Ülber, der Vorstandsvorsitzende des Vereins türkischer Dönerhersteller in Europa noch im April 2022. Damals lagen die Preise bei etwa fünf Euro. Jetzt dürfte sich seine düstere Dönerprognose erfüllen. Ob das aber auch den Kunden schmeckt?

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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