Umfrage in Berlin: Dieser Kandidat hätte bei Direktwahl die Nase vorn
Von Marion van der Kraats
Berlin - In den Umfragen zur Berlin-Wahl im September deutet sich ein enges Rennen zwischen den Linken und der CDU an. Könnten die Berliner ihren Regierenden Bürgermeister jedoch direkt wählen, würden sie sich nach einer Umfrage derzeit für den CDU-Kandidaten Stefan Evers (46) entscheiden.
Demnach würden 20 Prozent der befragten Berlinerinnen und Berliner für Evers stimmen, berichtet der "Tagesspiegel" unter Berufung auf eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey.
Hinter Evers auf Platz zwei landet die AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker (54).
Ihr Ergebnis fällt schlechter aus als das ihrer Partei bei der letzten Wahlumfrage von Civey.
So schneiden die Spitzenkandidaten ab
Die AfD kam dabei auf 18 Prozent, Brinker kommt auf 15. SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach (47) folgt mit 14 Prozent und schneidet nach der Umfrage etwas besser ab als seine Partei (12 Prozent). Linken-Kandidatin Elif Eralp (45), deren Partei in vielen Umfragen führt, kommt auf lediglich 11 Prozent und steht damit auf Platz vier.
Grünen-Kandidat Werner Graf (46) kommt auf 9 Prozent und liegt damit 8 Prozentpunkte unter dem Ergebnis der Grünen (17 Prozent).
Eine relative Mehrheit von 24 Prozent der Befragten würde nach dem Umfrageergebnis keinen der Spitzenkandidaten direkt wählen. Weitere 7 Prozent gaben an, noch unentschlossen zu sein ("Weiß nicht").
Rund 2,5 Millionen Berliner können am 20. September bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus sowie Bezirksverordnetenversammlungen ihre Stimme abgeben.
Für die Umfrage wurden nach den Angaben 1500 Wahlberechtigte online zwischen dem 22. Juli und dem 7. August befragt.
Titelfoto: Britta Pedersen/dpa
