War es erneut Sabotage? Feuer bei Umspannwerk in Berlin
Von Hannes Rücker, Denis Zielke
Berlin - Ein Feuer hat im Berliner Bezirk Mitte einen Teil eines Umspannwerkes beschädigt. Zudem stand ein Fahrzeug auf einer Baustelle auf dem Gelände des Umspannwerkes in Vollbrand, sagte Polizeisprecher Florian Nath.
Mithilfe des Betreibers ermittelt demnach nun die Kriminalpolizei, ob es sich bei dem Brand um eine Straftat oder einen technischen Defekt handelte. Die Stromversorgung soll nicht beeinträchtigt gewesen sein. Verletzt wurde niemand.
Die Feuerwehr war eigenen Angaben zufolge in der Nacht zum Montag gegen 2.41 Uhr in die Bissingzeile alarmiert worden. Demnach brannte es auf einer Baustelle und an einem Teil des Umspannwerkes, das durch das Feuer beschädigt wurde. Die Einsatzkräfte konnten den Brand erfolgreich bekämpfen.
Zu den Hintergründen lagen der Polizei noch keine Informationen vor. Noch sind Ermittler vor Ort und wollen laut Nath auch mit dem Einsatz einer Drohne den Brandort noch einmal inspizieren. Derzeit ist das Gebäude demnach nicht betretbar.
Ermittelt wird in alle Richtungen, so Nath weiter. Auch die zuletzt aufgenommenen Sabotageakte würden demnach "mitgedacht", es gebe aber noch keine belastbaren Beweise in irgendeine Richtung.
Zuletzt hatte es mehrere Sabotageaktionen gegen das deutsche Stromnetz gegeben. Die Vorfälle konzentrieren sich auf Nordrhein-Westfalen (NRW), Brandenburg und Sachsen. Es läuft eine intensive Fahndung nach einem Mann.
Polizei fahndet nach Verdächtigem
Polizei und Staatsanwaltschaft in Brandenburg und NRW hatten am Samstag einen gemeinsamen Fahndungsaufruf mit zwei Fotos eines 48-Jährigen veröffentlicht und bitten die Bevölkerung um Hinweise.
Inzwischen wird auch nach einem Fahrrad gefahndet, das er möglicherweise benutzt hat.
Erstmeldung: 6. September, 9.24 Uhr; aktualisiert um 9.32 Uhr
Titelfoto: Sven Kaeuler/dpa
