Berlin - Ist das die Zukunft oder doch nur Spielerei? Vier Tage lang - vom 4. bis 8. September - stellen Innovateure auf der IFA die neuesten Trends und Entwicklungen der Technikbranche vor. TAG24 war vor Ort und hat sich ganz genau umgeschaut.
Was besonders auffällt: Um die KI kommt man nicht vorbei. Auch nicht an Roboter. Sei es beim Boxen - mit verblüffender Ähnlichkeit wie die Roboter aus dem Hollywood-Streifen I, Robot - als Haushaltshilfe oder doch als Haustier. Wer braucht schon einen Hund, wenn man auch mit einem Hunderoboter spazieren gehen kann?
Das Besondere: Durch die KI ist es mehr als nur ein Cyber-Haustier. Es reagiert auf seinen Halter und soll sich wie ein echter Begleiter anfühlen. Und ja: Pfötchen geben kann der auch.
Über 1900 Aussteller stellen in den Messehallen auf 130.000 Quadratmetern ihre Produkte vor. Da kann man schon mal leicht den Überblick verlieren.
Die IFA ist aber mehr als nur ein Treff für Technik-Fans. Seit Jahren schon will die Messe auch jüngere Menschen ansprechen und setzt dabei vermehrt auf Lifestyle-Angebote, Bereiche für Internetstars und Content-Creatoren sowie Beispiel Wellness- und Beauty-Elektronik. Auch deshalb sind wohl vor allem auffällig viele Digitalkameras plötzlich wieder in.
Obwohl man mit seinem Smartphone die Kamera quasi in der Tasche hat, erleben die Digitalkameras, die schon optisch an frühere Zeiten erinnern, ein Comeback. Retro ist nun mal angesagt. Ein kurioser Gegensatz auf einer Messe, auf der sonst fast alles nach Zukunft aussieht.
KI-Brille liefert Übersetzung beinah in Echtzeit
Oder soll es ein eigens erstellter Schuh von Creality aus dem 3D-Drucker sein? Schon nach sechs Stunden hat man das Ergebnis (bis zu drei Stück). Optisch gibt es bei den Crocs ähnlichen Schuhen durchaus Verbesserungspotential, aber bequem sie sind sie allemal. "Das ist lowkey so cool", freute sich ein junger Besucher.
Nur wer größere Füße hat, hat Pech: Die Schuhgröße reicht nur bis 45.
Eine Halle weiter könnte die Smart-Brille INMO GO3 in Zukunft das Lernen von Fremdsprachen ersetzen und das Reisen in andere Länder oder Businessmeetings erleichtern.
So funktioniert's: Dein Gesprächspartner spricht in seiner Landessprache mit dir. Fast in Echtzeit erscheint die Übersetzung. Quasi eine Unterhaltung mit Untertiteln.
Damit es auch andersrum funktioniert, gibt eine kleine Box das Gesagte in der Sprache deines Gesprächspartners wieder.
IFA geht noch bis einschließlich Dienstag
Vorbei an XXL-Smart-TVs mit bis zu vier Bildschirmen oder Kühlschränken, die einem entweder einen Blick ins Innere gewähren, ohne den Kühlschrank zu öffnen oder auch Netflix und gucken lassen, übernehmen dann mehr und mehr die Roboter das Geschehen.
Beruhigend: Bis die Roboter den Mensch ersetzen können, wird es aber noch etwas dauern. War die Kaffee-Zubereitung beziehungsweise. den heißen Kaffeebecher dem Kunden zu bringen kein Problem, stellte die geforderte und hinter dem Theken-Roboter befindliche Cola den Roboter dann doch vor einer unlösbaren Aufgabe.
Gaming spielt auf der Messe ebenso eine Rolle wie Technik für Content Creator. Drohnen und weitere Tools sollen dabei helfen, neues Material für Social Media und Co. zu produzieren.
Und wer vom ganzen Technik-Overkill genug hat, setzt sich einfach in einen Massagesessel.
Die IFA dauert noch bis einschließlich Dienstag (10 bis 18 Uhr). Die Veranstalter hoffen, dass wie im Vorjahr rund 220.000 Besucher die Ausstellung besuchen werden.