Zwei Frauen sagen Berliner Club-Rauchern den Kampf an

Berlin - In der pulsierenden Hauptstadt wird gefeiert, getanzt und gequalmt. Zwar gilt auch in den Berliner Clubs das Nichtraucherverbot, doch daran halten sich die Wenigsten. Das soll sich nun ändern.

Im Berghain gehört das Paffen schon fast zum guten Ton.
Im Berghain gehört das Paffen schon fast zum guten Ton.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Die grünen Bezirksstadträtinnen Dr. Almut Neumann (Mitte) und Annika Gerold (Friedrichshain-Kreuzberg) informieren in einer gemeinsamen Mitteilung darüber, dass es in den letzten Monaten vermehrt Schwerpunktkontrollen in Berliner Clubs gab.

Ordnungsämter hätten mit Amtshilfe der Polizei das Nachtleben in den beiden Bezirken unter die Lupe genommen. Grund dafür seien "entsprechende Beschwerden" gewesen.

Bei den Kontrollen sei ein hoher Handlungsbedarf zur Durchsetzung des Nichtraucherverbots (gilt seit 2007) festgestellt worden. Aufgrund dessen haben sich die Stadträtinnen und die Clubcommission einige Male zusammengesetzt und über den Schutz von Nichtrauchern debattiert.

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Konsens besteht darüber, dass der Gesundheitsschutz in Berliner Clubs allen Beteiligten ein wichtiges Anliegen sei.

SchwuZ-Chef Marcel Weber steht vor einer Herausforderung

Das Rauchen in Berliner Clubs ist tabu; doch selten wird sich daran gehalten. (Symbolbild)
Das Rauchen in Berliner Clubs ist tabu; doch selten wird sich daran gehalten. (Symbolbild)  © Andrea Warnecke/dpa

An den Diskussionsrunden beteiligte sich auch Marcel Weber, der Geschäftsführer des queeren Clubs "SchwuZ" in Neukölln.

"Bereits während der Corona-Pandemie konnten viele Lüftungsanlagen in Clubs verbessert werden", sagte Weber, der seit November vergangenen Jahres der erste Vorsitzende der Clubcommission ist.

"Weiterhin streben wir einen kontinuierlichen und konstruktiven Dialog an, um gemeinsam den Schutz aller zu gewährleisten und die Aufenthaltsqualität in unseren Räumen zu verbessern."

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Dennoch sieht der Club-Chef Verbesserungsbedarf zum Schutz von Nichtrauchern. "Doch wir sind überzeugt davon, dass eine sicherere Umgebung geschaffen werden kann", so Weber.

Externe Eingriffe oder polizeiliche Maßnahmen hält er hingegen nicht für erforderlich.

Titelfoto: Andrea Warnecke/dpa

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