CSDs in Brandenburg: Hunderte feiern, Rechte protestieren

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Von Monika Wendel

Hennigsdorf/Jüterbog - Hunderte Menschen haben bei Christopher Street Days (CSD) in Hennigsdorf, Jüterbog und Bad Belzig mit Regenbogenfahnen ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz gesetzt. Die Polizei meldete weitgehend störungsfreie Versammlungen.

Hunderte Menschen sind mit Regenbogenfahnen bei Christopher Street Days (CSD) in Hennigsdorf, Jüterbog und Bad Belzig auf die Straße gegangen.
Hunderte Menschen sind mit Regenbogenfahnen bei Christopher Street Days (CSD) in Hennigsdorf, Jüterbog und Bad Belzig auf die Straße gegangen.  © Carsten Koall/dpa

In Hennigsdorf nahmen nach Polizeiangaben rund 500 Menschen am CSD unter dem Motto "Liebe ist alles" teil. Gleichzeitig demonstrierten etwa 20 Menschen einer rechtsextremen Jugendgruppierung dagegen. Ein alkoholisierter Mann beleidigte Einsatzkräfte und versuchte, sie anzugreifen. Er wurde in Gewahrsam genommen. Ob er zur Gegendemonstration gehörte, war zunächst unklar.

"Wir leben in einer Zeit, in der man als queere Person wieder mehr mit Angriffen und Gewalt rechnen muss, das darf keine Normalität werden", sagte Candy Boldt-Händel von der CSD-Organisation Oberhavel.

In Jüterbog fand erstmals ein CSD statt, an dem sich mehrere hundert Menschen beteiligten. In Bad Belzig waren laut Polizei rund 350 Menschen dabei. Zwischenfälle wurden dort nicht gemeldet.

Beim Christopher Street Day (CSD) in Hennigsdorf waren auch rechte Gegendemonstranten vor Ort.
Beim Christopher Street Day (CSD) in Hennigsdorf waren auch rechte Gegendemonstranten vor Ort.  © Carsten Koall/dpa

Die CSD-Saison in Brandenburg geht weiter: Am 26. September sind Veranstaltungen in Bernau und Strausberg geplant, am 10. Oktober folgt erstmals ein CSD in Prenzlau.

Titelfoto: Carsten Koall/dpa

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