Einblicke in DDR-Auslandsspionage: Stasi-Bunker öffnet wieder

Von Marion van der Kraats

Gosen-Neu Zittau - Ab dem 25. April kann der Stasi-Bunker im brandenburgischen Gosen laut dem Verein Bunker-Dokumentationsstätten wieder besichtigt werden.

In diesem Bunkerkomplex hatte die DDR-Auslandsspionage einst ihre Zentrale.  © Christian Ender/dpa

Vor 75 Jahren wurde im geteilten Deutschland die DDR-Auslandsspionage gegründet.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich der kleine Ort Gosen an der südöstlichen Stadtgrenze zu Berlin dabei zu einem zentralen Ort: Neben der zentralen Ausbildungsschule unterhielt die Hauptverwaltung Aufklärung des Ministeriums für Staatssicherheit (HV A) dort einen geheimen Bunkerkomplex.

Mit fünf Führungen startet das Museum in die achte Saison, wie Jörg Diester vom Verein erklärte. In den Sommermonaten gibt es an sechs weiteren Tagen die Möglichkeit, in die Geschichte des Bunkers einzutauchen, der 1984 für Spionagechef Markus Wolf errichtet wurde. Weitere Termine werden im Oktober und November angeboten, bevor die Anlage im Winter wieder geschlossen wird. Es empfiehlt sich jeweils eine Anmeldung über das Internet.

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Die Stasi hatte den Bunker am Rande der heutigen brandenburgischen Gemeinde Gosen-Neu Zittau als "Ausweichführungsstelle" errichten lassen. Er sollte als geheimer Standort für Krisenfälle zur Koordinierung der Spionage im Ausland dienen.

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Anlage stand über viele Jahre leer

Seit 2019 ist das einst geheime Bauwerk ein Museum.  © Christian Ender/dpa

Im 75. Gründungsjahr der DDR-Auslandsspionage bietet der Verein nach eigenen Angaben Einblicke in den Schutzbau sowie in die Geheimakten dazu. Darin wird über Zwangsverkäufe von Grundstücken berichtet, wie es hieß.

Aber auch über den "kreativen Widerstand querulanter Anwohner". Besondere Wünsche nach mehr Luxus haben demnach den Bau verzögert und zu Kosten von rund zehn Millionen Ost-Mark geführt.

Nach dem Ende der DDR stand die Anlage zunächst für viele Jahre leer. Seit 2019 ist das einst höchst geheime Bauwerk unter der Erde ein Lernort für Geschichte. Rund 3500 Menschen haben seitdem laut Diester die Anlage besucht.

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In der vergangenen Saison besuchten nach den Angaben mehr als 480 Menschen an acht Veranstaltungswochenenden das Museum.

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