Nach Wolfs-Attacke auf Achtjährige: Wildpark darf wieder öffnen
Von Monika Wendel
Baruth/Mark (Teltow-Fläming) - Nach dem Angriff eines Wolfs auf ein achtjähriges Mädchen darf der Wildpark in Baruth/Mark südlich von Berlin wieder öffnen.
Allerdings blieben die Bereiche der Raubtiere - dazu gehören die Wolfsgehege - weiter für Besucher gesperrt, teilte der Landkreis Teltow-Fläming am Nachmittag mit.
Die angekündigte fachliche Kontrolle im Wildpark Johannismühle habe stattgefunden, hieß es. Eine Öffnung für den Publikumsverkehr sei nun "möglich" - mit Ausnahme der Raubtier-Bereiche.
Es seien weitere Kontrollen durch andere Behörden und Institutionen erforderlich, teilte der Landkreis weiter mit. Auf deren Durchführung habe die Kreisverwaltung keinen Einfluss.
Ein Wolf verletzte am vergangenen Mittwoch ein Mädchen im Wildpark schwer. Die Achtjährige war laut Polizei mit zwei anderen Kindern und einer Mitarbeiterin der Einrichtung in einem Gehege.
Warum waren die Kinder im Wolfsgehege?
Wie genau es zu dem Wolfsangriff kam und warum die Kinder mit der Tierpflegerin im Gehege waren, blieb unklar. In einer vorherigen Mitteilung der Kreisverwaltung hatte es geheißen: "Nach den vorliegenden Informationen hätten die Kinder das Gehege nicht betreten dürfen."
Weitere Angaben dazu machte eine Sprecherin des Landkreises nicht. Die Polizei ermittelt gegen eine Wildpark-Mitarbeiterin wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung.
Titelfoto: Carsten Koall/dpa
