Stahnsdorf will "Rock 'n' Roll"-Stadt werden - und möglich machen, was in Berlin scheiterte

Von Anja Mia Neumann

Stahnsdorf - Freddie-Mercury-Straße, Tina-Turner-Straße und John-Lennon-Weg: Stahnsdorf im Süden von Berlin soll ein Rockmusiker-Viertel bekommen. Neun Straßen eines neuen Wohnbaugebiets der Gemeinde sollen künftig Namen von Rock-'n'-Roll-Legenden tragen.

Bernd Albers (56, Bürger für Bürger) ist Bürgermeister und inoffizieller "Rock 'n' Roll"-Beauftragter von Stahnsdorf im Kreis Potsdam-Mittelmark.  © -/Gemeinde Stahnsdorf/dpa

Das will zumindest Bürgermeister Bernd Albers (56, Bürger für Bürger). "Mit Vertretern moderner Musik wagen wir noch mehr Vielfalt und berücksichtigen bei der Namensgebung bewusst viele Frauen, denn sie sind bislang noch klar unterrepräsentiert", erklärte der Politiker.

Klassische Musiker sind im Straßenbild von Stahnsdorf (Kreis Potsdam-Mittelmark) bereits verewigt: Im Komponisten-Viertel gibt es unter anderem Straßen mit den Namen von Beethoven, Bach, Schubert und Chopin. Auf Vorschlag der Gemeindeverwaltung sollen Musiker aus anderen Jahrhunderten dazukommen – "gegen die Monotonie bei Straßennamen".

Neun Frauen und Männer aus dem Kreis der Hall of Fame des Rock 'n' Roll sollen mit eigenen Straßen gewürdigt werden: Tina Turner, Madonna Ciccone, Aretha Franklin, Annie Lennox, Debbie Harry, Elvis Presley, John Lennon, David Bowie und Freddie Mercury. 

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Presley, Lennon und Mercury gebe es bereits als Straßennamen in Deutschland, heißt es von der Gemeinde Stahnsdorf. Die fünf Musikerinnen sowie Bowie dagegen den Angaben zufolge noch nicht.

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In Berlin bekam David Bowie keine eigene Straße

In Berlin hatten Fans vor mehreren Jahren nach dem Tod von Bowie gefordert, die Hauptstraße in Schöneberg in David-Bowie-Straße umzubenennen. Der Musiker hatte hier in den 1970er-Jahren gelebt. Umgesetzt wurde die Idee nicht.

"Stahnsdorf rockt" lautet der Name der Beschlussvorlage. Sie soll ab dem 1. September nach der politischen Sommerpause in den Gremien ein Thema sein.

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