Nach Tod von vier Teenagern: Unfallstelle wird zu Wallfahrtsort - Gemeinde reagiert
Biesenthal (Barnim) - Trauer und Anteilnahme nach dem schrecklichen Unfall in Brandenburg, der vier Teenager das Leben gekostet hat, sind weiterhin groß.
Auch Tage später pilgern viele Menschen zum Ort des schrecklichen Geschehens an der Landstraße 200 zwischen Biesenthal und Wullwinkel im Landkreis Barnim um innezuhalten und den Toten zu Gedenken, zu trauern oder in Gesprächen Trost zu finden.
Die Unfallstelle nördlich von Berlin hat sich zu einem regelrechten Wallfahrtsort entwickelt, an dem ein Meer aus Blumen, Kerzen, Kuscheltieren, Briefen und anderen Erinnerungsstücken entstanden ist. Die Gedenkstätte erstreckt sich mittlerweile auf mehr als einhundert Metern.
Auf die regelmäßige Frequentierung des Unfallorts hat jetzt auch die Gemeinde reagiert und zum Schutz der vielen Menschen am Straßenrand eine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 aufgestellt, wie ein Foto zeigt.
Zudem warnt ein Hinweisschild die Verkehrsteilnehmer vor Fußgängern, die sich in diesem Bereich vermehrt auf oder neben der Straße aufhalten können.
Überlebender Mopedfahrer unter Schock, keine Angaben zu Gesundheitszustand von Unfallfahrer
Die vier Opfer im Alter von 14, 15, 16 und 19 Jahren waren am Mittwochabend auf drei Mopeds unterwegs, als sie von einem entgegenkommenden Auto aus dem Leben gerissen wurden.
Der 61 Jahre alte Fahrer soll nach ersten Erkenntnissen versucht haben, gleich mehrere Fahrzeuge zu überholen und raste dabei in die Simson-Kolonne.
Der Fahrer eines vierten Mopeds konnte im letzten Moment ausweichen und blieb körperlich unverletzt. Er musste den schrecklichen Tod seiner Freunde jedoch mit ansehen und steht unter Schock, sodass er bislang nicht von der Polizei befragt werden konnte.
Auch der Unfallverursacher überlebte den Horror-Crash. Nach dem Zusammenstoß überschlug sich sein Wagen und fing Feuer. Er wurde von den Einsatzkräften befreit und anschließend mit einem Rettungshubschrauber in ein Berliner Krankenhaus geflogen.
Zu seinem aktuellen Gesundheitszustand liegen keine näheren Informationen vor. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Tötung gegen den 61-Jährigen.
Titelfoto: 7aktuell.de | BRBNEWS24/CG/RS (Bildmontage)

