Beliebtes Chemnitzer Wasserspiel ist zurück: Bärenbrunnen enthüllt

Chemnitz - Er ist wieder da: Nach mehr als zwanzig Jahren kehrt der Bärenbrunnen nach Chemnitz zurück. Wenn auch nicht als Original.

Baubürgermeister Michael Stötzer (50, Grüne), Initiator Sandro Schmalfuß (45) und Künstler Jochen Müller (64) am Bärenbrunnen.
Baubürgermeister Michael Stötzer (50, Grüne), Initiator Sandro Schmalfuß (45) und Künstler Jochen Müller (64) am Bärenbrunnen.  © Maik Börner

13.30 Uhr war es so weit, da enthüllte Baubürgermeister Michael Stötzer (50, Grüne) zusammen mit Künstler Jochen Müller (64) und Initiator Sandro Schmalfuß (45) sowie vielen Projektbeteiligten den neuen Brunnen im Getreidemarkt/Börnichsgasse.

Die Plastik der Bärenkinder stammte ursprünglich vom Dresdner Bildhauer Otto Pilz (1876 bis 1934). Sie war 1914 als Ensemble mit einem Becken aus Muschelkalk als Zierbrunnen auf der Internationalen Baufachausstellung in Leipzig zum ersten Mal öffentlich zu sehen.

Durch den Chemnitzer Verschönerungsverein und dank der finanziellen Unterstützung von Fabrikdirektor Bruno Salzer kam der Brunnen nach Chemnitz und stand bis 1960 an der Brückenstraße, Ecke Königsstraße (heute: Straße der Nationen).

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"Das Wasserspiel mit den drei Bären entwickelte sich über die Jahrzehnte zu einem beliebten Chemnitzer Original. Die Bärenplastik galt als künstlerisch so wertvoll, dass sie 1917 im Ersten Weltkrieg und 1940 im Zweiten Weltkrieg nicht für die Metallspende eingeschmolzen wurde", berichtet ein Stadtsprecher.

Eine historische Aufnahme des Bärenbrunnens vor dem Sporthochhaus in der Theaterstraße.
Eine historische Aufnahme des Bärenbrunnens vor dem Sporthochhaus in der Theaterstraße.  © PR/Stadt Chemnitz
Enthüllung durch Sandro Schmalfuß, Jochen Müller, Michael Stötzer und Sponsor Arnold Kawlath (Schubert & Salzer GmbH)
Enthüllung durch Sandro Schmalfuß, Jochen Müller, Michael Stötzer und Sponsor Arnold Kawlath (Schubert & Salzer GmbH)  © Maik Börner
Der Bärenbrunnen wurde unter der Anteilnahme zahlreicher Chemnitzer enthüllt.
Der Bärenbrunnen wurde unter der Anteilnahme zahlreicher Chemnitzer enthüllt.  © Maik Börner
Der neue Brunnen ist schon jetzt ein beliebtes Fotomotiv.
Der neue Brunnen ist schon jetzt ein beliebtes Fotomotiv.  © Maik Börner
Der Bärenbrunnen steht nun am Getreidemarkt/Börnichsgasse.
Der Bärenbrunnen steht nun am Getreidemarkt/Börnichsgasse.  © Maik Börner

Spender machen neuen Brunnen möglich

Die drei Bärenkinder sind zurück in Chemnitz.
Die drei Bärenkinder sind zurück in Chemnitz.  © Maik Börner

Um 1960 bekam der Brunnen nicht nur ein neues Becken aus Porphyr, sondern auch einen neuen Standort am sogenannten Sporthochhaus in der Theaterstraße. 2000 wurde die Bärenplastik gestohlen. Die Schale und Stele wurden nach dem Diebstahl abgebaut und eingelagert.

Seit fast zehn Jahren engagiert sich Sandro Schmalfuß für den Wiederaufbau des beliebten Brunnens. Mithilfe von Schmalfilmaufnahmen und detaillierter Fotos konnte die Plastik schließlich neu modelliert werden. Möglich war das durch die Unterstützung vieler Spender, unter anderem leistete auch Schubert & Salzer (heute Ingolstadt) einen großzügigen Beitrag dazu.

Der Quedlinburger Metallbildhauer Jochen Müller fertigte die Plastik neu, die dann in Marienbad gegossen wurde. Am neuen Standort Börnichsgasse stellte Bauträger Rebo Consult sowohl den Platz als auch den Raum für die Brunnentechnik zur Verfügung.

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Das Unternehmen REWE sponsert den Betrieb des Bärenbrunnens.

Titelfoto: Maik Börner

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