Monster-Truck-Show in vierter Generation: Morgen fliegt das "Biest" in Chemnitz

Chemnitz - Motorrad-Weitsprünge, Auto-Überschläge und Monster Trucks: Die Show "Dynamit auf Rädern" gastiert an diesem und am übernächsten Sonntag an der Sachsen-Allee in Chemnitz. Die rund zweistündige Vorstellung umfasst fünf Monster Trucks.

Ein Höhepunkt der Show ist der Monster Truck "Beast" (deutsch: Biest).  © Sven Gleisberg

Einer davon ist das "Biest". Ricardo Korth (26) steuert den 5,4 Tonnen schweren Truck mit 1500 PS. "Ich fahre auf den Vorderrädern, drehe Donuts - ich mache alles mit dem Ding", sagt er.

Seit seinem 16. Lebensjahr fährt er Monster Trucks, seit drei Jahren gehört er zur Show. "Das ist ein ganzer Lifestyle und alles, was dazugehört."

Bei den Stunts muss jeder Handgriff sitzen. "Das Fahren ist das Wenigste. Ich schaue ständig auf Ölstand und Temperatur", erklärt Korth. Das "Biest" fährt mit Methanol. "Sollte das Fahrzeug brennen, drückt man den Sicherheitsknopf, und die Löschanlage wird ausgelöst", sagt seine Tante Sabrina Korth (40).

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Auch die Fahrweise erfordert Präzision: "Wenn ich aus der Luft komme und auf die Bremse drücke, würde ich mich überschlagen", sagt Ricardo Korth.

Ein Rückhaltesystem verbindet seinen Helm mit dem Sitz. "Wenn ich drin sitze, kann ich nur noch die Augen hin und her bewegen, so fest ist das."

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Bereits zum dritten Mal ist Familie Korth in Chemnitz und zeigt ihre Stuntshow "Dynamit auf Rädern".  © Sven Gleisberg

Trucks kosten teilweise 300.000 Euro

Patrick Korth (50) präsentiert Autofahrten auf zwei Rädern.  © Sven Gleisberg

Zwei der fünf Trucks hat das Team mit Bauteilen aus den USA selbst aufgebaut, drei wurden dort speziell angefertigt. Teilweise kosten sie rund 300.000 Euro.

"Für das normale Fahren gibt es hier keinerlei Genehmigung", sagt Sabrina Korth. Gefahren wird daher nur auf zugelassenem Gelände.

Die Stunt-Tradition reicht bis in die frühen 1970er-Jahre zurück. "Mein Opa war in Kanada bei einer Stunt-Truppe und kam dann nach Deutschland", erzählt Sabrina Korth. Mit seinen vier Söhnen gründete er die Show "Hell Driver".

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Heute ist die Familie in vierter Generation unterwegs. Von März bis November tourt das Team mit rund 20 Personen, darunter acht Fahrer, von Eisenach aus durch Deutschland und Europa.

Im Schnitt kommen rund 300 Besucher zu einer Vorstellung. Informationen zur Tour: dynamit-auf-raedern.

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