Chemnitz - Neuer Stern am Chemnitzer Nachtclub-Himmel: Am 17. Oktober öffnet in den Räumen des ehemaligen Clubs "Nikola Tesla" (Augustusburger/Zietenstraße) der "Club minus". Ein junges Team will damit frischen Wind in die Szene bringen.
Der Name ist Programm: "Wir sind die ganze Zeit im Minus", sagt Christian Jöst (29) vom Orga-Team. Soll heißen: Wer in den "minus" geht, macht gleich doppelt Minus: der Club finanziell, die Gäste beim Ausgeben.
Das Ganze ist natürlich mit einem Augenzwinkern gemeint: Der Club soll bewusst möglichst wenig kommerziell werden. Auch die Geschichte der Räume spielt bei der Namensgebung eine Rolle: Wo nun gefeiert werden soll, befand sich früher eine Sparkassen-Filiale, später ein Pfandleiher.
Die Idee für einen eigenen Club hatte das Team schon länger. Die "Enter"-Akademie gab den konkreten Anstoß, die bis zu 2000 Euro für kleine Kulturprojekte förderte, inklusive eines Mentors.
Der Club bekam die Förderzusage. Der Sonnenberg wurde bewusst gewählt. Einige Teammitglieder wohnen in der Nähe.
"Wir wollen halt was am Sonnenberg starten, weil wir den Sonnenberg auch irgendwie mehr oder weniger lieben", so der Tenor.
Alle Mitarbeiter im "Club minus" arbeiten ehrenamtlich
Am 17. Oktober steigt zur Eröffnung die Clubnacht des "United Club Festivals". Dort können sechs Chemnitzer Clubs mit einem Ticket besucht werden. Im "minus" läuft dazu harter Techno und "Schranz". Am 7. November folgt ein Hardcore-Konzert.
Musikalisch soll der Club eine klare Nische besetzen: "Wir wollen einen Club für Hardcore, Punk, Metal", sagt das Team.
Gleichzeitig soll der Raum jungen Leuten Möglichkeiten für eigene Veranstaltungen und erste Auftritte bieten. Alle arbeiten ehrenamtlich. Auch die Preise sollen niedrig bleiben.
Langfristig könnte aus dem Projekt ein dauerhafter Club werden. Doch zunächst wollen die Macher langsam wachsen. Ihr Ziel bringen sie selbst auf den Punkt: "Ein Ort für geile Musik."