Chemnitz - Für schnelles Internet wird in Chemnitz gebuddelt, beim Geld geht es im Schneckentempo voran: Die Stadt wartet auf 11,5 Millionen Euro von Bund und Land für den vorfinanzierten ersten Breitbandausbau - laut Rathaus bereits Ende 2022 abgeschlossen! Der Betrag sei "nach wie vor offen".
Betroffen sind die damaligen Ausbaugebiete Nord und Süd: von Wittgensdorf und Rabenstein bis Einsiedel und Euba. Im Norden fehlt die abschließende Abrechnungsprüfung, im Süden die Genehmigung eines Änderungsantrags.
Laut Baubericht wurden "aufgrund eines Prüferwechsels Unterlagen mehrfach angefordert". Das Rathaus spricht von zusätzlichen Nachfragen: "Dies stellt keine Doppelung der Einreichung dar." Einen Auszahlungstermin gibt es trotzdem nicht.
Was kostet die Warterei? Die Folgen ließ die Stadt zunächst offen. Der Bericht warnt aber grundsätzlich vor möglichen Zahlungsengpässen durch verspätete Fördergelder.
Beim zweiten Ausbauprojekt wurden nach fehlenden Firmenrechnungen inzwischen rund 7,5 Millionen Euro für den Nordwesten und Osten angefordert - darunter Bereiche von Grüna und Röhrsdorf bis Kleinolbersdorf-Altenhain. Der Südwesten, etwa mit Anschlüssen in Harthau und Markersdorf, soll bis Jahresende folgen.
Als geplantes Bauende nennt die Stadt August 2027 bis Dezember 2029. Für die Innenstadt sollten bis Herbst die Ausschreibungen vorliegen.