Chemnitzer Rathaus will Millionen-Kredit, um Abwasser-Netz zu sanieren
Chemnitz - Im Chemnitz Untergrund schlummert ein Millionenproblem: Nach immer noch aktuellen Zahlen beziffert das Rathaus den Investitionsbedarf für das Kanalnetz auf rund 150 Millionen Euro. Nun soll der Stadtrat den Weg für neue Schulden freimachen: Der Entsorgungsbetrieb ESC will 2026 für etwa 45 Millionen Euro in die Kreditkiste greifen, um Abwasser-Projekte zu finanzieren.
Gemeint ist dabei aber nicht nur das Kanalnetz unter den Straßen. "Abwassertechnische Investitionen" umfasst die gesamte Infrastruktur: auch Anschlussleitungen, Pumpwerke und die zentrale Kläranlage.
Welche Projekte in diesem Jahr aus der Kreditsumme finanziert werden, teilte der ESC auf Anfrage nicht mit.
Eine Sprecherin erklärte: "Eine konkrete Zuordnung einzelner Darlehen zu spezifischen Investitionsmaßnahmen erfolgt nicht." Die Investitionen würden über die Gesamt-Finanzplanung abgesichert.
Ganz im Dunkeln bleibt die Baustellenliste trotzdem nicht. Öffentlich bekannt sind unter anderem Arbeiten an der Guericke- und Popowstraße, wo die Abwasserkanalisation saniert wird.
Auch in der Melanchthonstraße erneuert der ESC die Kanalisation. An der Württemberger Straße steht zudem eine koordinierte Maßnahme mit Kanalbau, Kanalsanierung, Trinkwasser, Gas und Straßenbau an.
Titelfoto: Uwe Meinhold
