Chemnitzer Rathaus will Millionen-Kredit, um Abwasser-Netz zu sanieren

Chemnitz - Im Chemnitz Untergrund schlummert ein Millionenproblem: Nach immer noch aktuellen Zahlen beziffert das Rathaus den Investitionsbedarf für das Kanalnetz auf rund 150 Millionen Euro. Nun soll der Stadtrat den Weg für neue Schulden freimachen: Der Entsorgungsbetrieb ESC will 2026 für etwa 45 Millionen Euro in die Kreditkiste greifen, um Abwasser-Projekte zu finanzieren.

Auf der Melanchthonstraße erneuert der ESC bereits seit Anfang April die Abwasserkanalisation.  © Uwe Meinhold

Gemeint ist dabei aber nicht nur das Kanalnetz unter den Straßen. "Abwassertechnische Investitionen" umfasst die gesamte Infrastruktur: auch Anschlussleitungen, Pumpwerke und die zentrale Kläranlage.

Welche Projekte in diesem Jahr aus der Kreditsumme finanziert werden, teilte der ESC auf Anfrage nicht mit.

Eine Sprecherin erklärte: "Eine konkrete Zuordnung einzelner Darlehen zu spezifischen Investitionsmaßnahmen erfolgt nicht." Die Investitionen würden über die Gesamt-Finanzplanung abgesichert.

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Ganz im Dunkeln bleibt die Baustellenliste trotzdem nicht. Öffentlich bekannt sind unter anderem Arbeiten an der Guericke- und Popowstraße, wo die Abwasserkanalisation saniert wird.

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Auch in der Melanchthonstraße erneuert der ESC die Kanalisation. An der Württemberger Straße steht zudem eine koordinierte Maßnahme mit Kanalbau, Kanalsanierung, Trinkwasser, Gas und Straßenbau an.

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