Blutige Auseinandersetzung in Chemnitz: Zwei Männer schwer verletzt, Polizei schnappt mutmaßliche Täter

Chemnitz - Blutige Auseinandersetzung im Chemnitzer Zentrum: Am Dienstagnachmittag eskalierte eine Auseinandersetzung am Schillerplatz. Zwei junge Männer (19, 21) wurden schwer verletzt und mussten ins Krankenhaus. Die Polizei schnappte zwei mutmaßliche Täter.

Die Polizei war am Dienstagnachmittag im Bereich Schillerplatz/Busbahnhof in Chemnitz im Einsatz.  © Jan Härtel/Chempic

Die blutigen Szenen spielten sich gegen 16 Uhr ab. Ein Zeuge alarmierte die Polizei. Als die Beamten wenig später eintrafen, bot sich ihnen ein schreckliches Bild: Zwei Männer wiesen Schnitt- und Stichverletzungen auf. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um einen 19-jährigen Afghanen und einen 21-jährigen Türken.

Teile der Parkanlage wurden anschließend abgeriegelt. Die Beamten suchten nach Spuren, auch ein Hund kam dazu zum Einsatz.

Schnell fand sich auch eine Spur zu möglichen Tätern. "Im näheren Umfeld befanden sich vier weitere Männer, die offenbar Angaben zur Auseinandersetzung machen konnten oder möglicherweise auch beteiligt gewesen waren", teilte die Polizei am Dienstagabend mit.

Alle wurden aufs Polizeirevier gebracht. Nach intensiven Ermittlungen erhärtete sich der Tatverdacht zunächst gegen zwei der Männer: einen 26-jährigen Gambier und einen 25-jährigen Eritreer.

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Kein Haftbefehl: Männer wieder auf freiem Fuß

Vor Ort klickten die Handschellen. Die Polizei nahm mehrere Männer vorläufig fest.  © Chempic

Die Beamten gehen davon aus, dass der 26-Jährige den 19-jährigen Afghanen mit einem Schnitt verletzt haben soll. Gegen ihn wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Noch schwerer wiegt der Vorwurf gegen den 25-Jährigen. Er soll den 21-jährigen Türken so schwer verletzt haben, dass nun wegen des Verdachts des Totschlags ermittelt wird.

Die beiden Männer kamen zunächst in Polizeigewahrsam. Wie die Beamten am Mittwochnachmittag mitteilen, wurde seitens der Staatsanwaltschaft kein Haftbefehlsantrag gestellt. Das Duo konnte nach den ersten polizeilichen Maßnahmen das Revier wieder verlassen.

Der Hintergrund der blutigen Auseinandersetzung ist weiterhin noch völlig unklar. Die Ermittlungen dauern an.

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Erstmeldung: 3. November, 18.45 Uhr, zuletzt aktualisiert am 4. November, 17.05 Uhr

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