Familien-Erbstreit ums Geld landet vor Gericht: Sparbuch der toten Mutter "geplündert"?

Chemnitz - Wenn es ums Erbe geht, kommt so mancher Familienstreit erst so richtig in Fahrt.

Rentnerin Gabriele B. (70) erhielt in zweiter Instanz einen Freispruch.
Rentnerin Gabriele B. (70) erhielt in zweiter Instanz einen Freispruch.  © Haertelpress

Weil Gabriele B. (70) aus Mittelsachsen sich zu früh am Sparkonto ihrer verstorbenen Mutter zu schaffen machte, zerrte sie ihr Neffe wegen Unterschlagung vors Gericht. 

Streitpunkt waren 5430 Euro, die sich auf dem Sparkonto der Mutter befanden. Drei Geschwister hatten Anspruch auf das Geld. Tochter Gabriele B. hatte die Vollmacht, das Konto zu verwalten. 

Noch vor dem Tod der Mutter überwies sie die Summe auf ihr eigenes Girokonto - ohne böse Absicht: "Es war der Wunsch unserer Mutter, das Geld persönlich in bar an alle auszureichen", sagte sie. Ihr Bruder Klaus M. ließ sich bei der Erbaufteilung aber nicht blicken und war nicht erreichbar. 

Stattdessen meldete sich Sohn Falk M. (34) per Anwalt mit einer Strafanzeige. "In der ersten Aufstellung der Finanzen tauchte das Sparbuch nicht auf. Das tat es erst später. Für mich ist das Unterschlagung." 

Vor dem Amtsgericht Freiberg kassierte Gabriele B. deswegen eine Geldstrafe von 1800 Euro. 

Das Landgericht Chemnitz ließ am Dienstag Milde walten, nahm der Angeklagten ihre Absichten ab. Freispruch!

Titelfoto: Haertelpress

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