Gewaltwelle im September in Chemnitz? Juli und August waren schlimmer

Chemnitz - Die Gewaltwelle der vergangenen Tage in Chemnitz spiegelt sich auch in der Statistik wider: So meldet die Polizei einen Anstieg der Gewalttaten für diesen Monat im Vergleich zum September vergangenen Jahres.

Die Anzahl an Gewalttaten diesen Monat ist laut Polizeisprecher Andrzej Rydzik (41) im Vergleich zu September 2025 gestiegen.  © Uwe Meinhold

Laut Polizeisprecher Andrzej Rydzik (41) gehen die Ordnungshüter bei Gewaltdelikten von einem "geringen Anstieg" im Vergleich zum September 2025 aus.

Allerdings seien im Juli und August dieses Jahres mehr Anzeigen eingegangen als bisher im September. In puncto Sicherheit verweist Rydzik darauf, dass tägliche Einsätze sowie Komplexkontrollen bereits jetzt regelmäßig durchgeführt werden.

Zudem: Affekttaten - unter anderem Körperverletzungen - ließen sich trotz regelmäßiger Polizeipräsenz "nicht gänzlich verhindern".

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Während es am Mittwoch in der Innenstadt zu keinen veröffentlichten Gewalttaten kam, konnte die Polizei einen Fahndungserfolg verbuchen: Ein 14-jähriger Libyer wurde am Montagabend in der Annaberger Straße festgenommen, als er auf einem nicht zugelassenen E-Scooter fuhr.

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Trotz stärkerer Kontrolle lassen sich laut Polizei Affekttaten nicht verhindern. (Archivfoto)  © Kristin Schmidt

Gegen den Teenager lag ein Haftbefehl vor. So soll er unter anderem im Mai auf dem Sonnenberg einen Mann mit einem Messer bedroht und dessen Bargeld und Handy einkassiert haben.

Außerdem soll der Intensivtäter bei anderen Raubdelikten mitgewirkt haben. Es wurde am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt.

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