Grünen-Stadtrat nach Gewalt-Woche in Chemnitz besorgt: "Absolut inakzeptabel"
Chemnitz - Schläge, Pfefferspray, Messer: Es waren Tage der Gewalt in Chemnitz. In der vergangenen Woche kam es zu mehreren schweren Auseinandersetzungen, zahlreiche Personen wurden verletzt. Grünen-Stadtrat Joseph Israel (27) ist über die Häufung der Vorfälle besorgt.
"Gewalt - ganz gleich, in welcher Form und wo sie stattfindet - ist absolut inakzeptabel", sagt der Grünen-Politiker Joseph Israel (27). Jede Straftat sei eine zu viel.
Bereits am Montag kam es zu drei Prügeleien in Chemnitz - in der Nacht auf Dienstag sorgte eine weitere Auseinandersetzung für Aufsehen. Am Dienstagabend wurden zwei Männer innerhalb weniger Stunden mit einem Messer verletzt. Freitagabend musste die Polizei zu einer weiteren Messerattacke in die Innenstadt ausrücken.
Brisant: Bei allen Gewalt-Vorfällen wurden laut Polizei nicht deutsche Tatverdächtige ermittelt. Was sagt der Grünen-Politiker dazu? Israel: "Für die Bewertung der Straftaten ist die Staatsangehörigkeit der Täter nicht entscheidend - das Gesetz gilt für alle Menschen in unserem Land gleichermaßen, ohne Ansehen der Herkunft."
Wichtig sei vor allem die konsequente Strafverfolgung.
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Acht Attacken innerhalb einer Woche, zwölf Verletzte
Besonders schockierend: Am Wochenende wurden zwei Frauen (23, 24) von einer Kinder- und Jugendgang überfallen und durch Pfefferspray verletzt. Die Täterinnen und Täter sollen zwischen neun und 13 Jahren alt sein. Sie flüchteten.
Die traurige Bilanz der Woche: acht Attacken (drei am Montag, eine in der Nacht auf Dienstag, zwei am Dienstagabend, eine am Freitagabend und der Teenager-Vorfall am Samstagabend) und insgesamt 14 Verletzte.
Für Grünen-Politiker Joseph Israel ist klar: Seine Fraktion setzt sich weiterhin für eine sichere Innenstadt ein. Es brauche ausreichend Polizei, zudem klare Anlaufstellen für Menschen, die Hilfe oder Unterstützung suchen, sagt er.
Titelfoto: Bildmontage: Haertelpress, Ralph Kunz