Hinterm Nischel, am Schillerplatz und an der Zenti: Neun Verletzte bei Auseinandersetzungen in Chemnitz

Chemnitz - In Chemnitz ist es seit Montagnachmittag zu mehreren schweren Körperverletzungen mit zahlreichen Verletzten gekommen.

Am Montag wurde eine junge Frau (19) am Schillerplatz in Chemnitz von zwei Männern geschlagen.  © Uwe Meinhold

Wie die Polizei mitteilte, wurden Streifenbeamte am Montag gegen 15.20 Uhr zum Parkplatz am Marienplatz hinter dem Marx-Monument gerufen. Vor Ort stellen sie aber niemanden mehr fest.

Als die Polizisten das Gebiet um den Parkplatz genauer unter die Lupe nahmen, trafen sie in der Carolastraße auf einen Libyer (26) mit einer Schnittverletzung. "Im Zuge einer Befragung hatte sich herausgestellt, dass es im Vorfeld zum Streit zwischen ihm und einem 19-Jährigen auf dem besagten Parkplatz gekommen war und sich beide wechselseitige Verletzungen zugefügt hatten", erklärte ein Polizeisprecher zum Zwischenfall.

Weitere Einsatzkräfte entdeckten kurze Zeit später einen Marokkaner (19), auf den die Beschreibung passte. Er hatte ebenfalls Verletzungen und musste anschließend ins Krankenhaus. Ein Drogenvortest schlug positiv auf Amphetamine und Kokain an.

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Nur wenige Stunden später kam es nicht weit vom Nischel entfernt zu einer weiteren Körperverletzung!

Gegen 18.45 Uhr wurden Polizei und Rettungskräfte zum Schillerplatz und in die Straße der Nationen gerufen. In der Parkanlage trafen sie auf eine verletzte 19-Jährige. Die junge Tunesierin wurde durch die Polizisten erstversorgt.

Bei den ersten Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Frau zuvor mit einem Mann in Streit geraten war. Kurz darauf kamen offenbar zwei Bekannte des Mannes dazu, die plötzlich auf die Frau einschlugen. Die Männer flüchteten schließlich, wurde aber im Innenstadtbereich angetroffen. Bei den beiden Hauptakteuren handelte es sich um zwei Syrer (23, 29). Der ursprüngliche Streitbeteiligte war ebenfalls ein Syrer (27).

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Duo attackiert Männergruppe an Zenti

Am Montag und in der Nacht zum Dienstag war es in der Brückenstraße in Chemnitz und hinter dem Marx-Monument zu Körperverletzungen gekommen. (Archivfoto)  © Harry Härtel/Haertelpress

Zeitgleich waren an der Zentralhaltestelle drei Männer (21, 24, 30) mit einem Duo (21, 23) aneinandergeraten. Der 23-Jährige (türkischer Staatsbürger) soll den 21-Jährigen (Syrer) des Trios mit einer Glasflasche verletzt haben.

Der Türke und sein 21 Jahre alter Landsmann schlugen und traten dann noch auf die beiden anderen Männer der Dreiergruppe ein. Sie wurden ebenfalls verletzt. Anschließend flüchteten sie, konnten aber von Beamten der sächsischen Bereitschaftspolizei am Marx-Monument gestellt werden.

In der Nacht zu Dienstag kam es gegen 2.10 Uhr zu einer weiteren schweren Auseinandersetzung in der Brückenstraße. Dort trafen Polizisten auf mehrere Personen, von denen drei (19/Marokkaner, 20/Libyer, 26/Libyer) teilweise schwere Verletzungen hatten. Die drei Verletzten waren zuvor in einen heftigen Streit geraten.

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Ein Polizeisprecher erklärt: "Als der Disput eskalierte, sollen die Streitparteien dann mit Gegenständen aufeinander losgegangen und sich gegenseitig die Verletzungen zugefügt haben."

Der Marokkaner erlitt dabei Stich- und Schnittverletzungen, die im Krankenhaus behandelt werden mussten. Gegen den 20-Jährigen lag zudem ein Untersuchungshaftbefehl vor. Er soll am Dienstag am Amtsgericht vorgeführt werden.

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