Chemnitz - Anfang September berichtete Youssef Bash, der Besitzer von "Emma's Café", auf seinem Instagram-Kanal von einem ausländerfeindlichen Angriff auf seine Schwiegermutter sowie auf seine vierjährige Tochter. Mittlerweile konnte die Polizei die Täterin schnappen. Sie befindet sich jetzt in einer Fachklinik.
Seine 63-jährige Schwiegermutter (Syrerin) war an dem Donnerstagnachmittag mit ihrer Enkelin in der Innenstadt unterwegs, als in der Inneren Klosterstraße eine unbekannte Frau zunächst verbal und anschließend auch körperlich auf sie losgegangen war.
Wie Bash in seinem Video erzählte, soll die Unbekannte die beiden zunächst beleidigt haben und anschließend nach ihnen getreten haben. Der Café-Besitzer zeigte sich schockiert darüber, dass ausgerechnet seine vierjährige Tochter, die diesen Angriff selbst noch überhaupt nicht einordnen konnte, diese Attacke miterleben musste.
Doch nun kann die ganze Familie aufatmen. Im Zuge der Ermittlungen konnte die Chemnitzer Kriminalpolizei eine 56-jährige Tatverdächtige (Deutsche) bekanntmachen.
Zudem sind Zeugen ermittelt worden, die die ausländerfeindlichen Äußerungen der Tatverdächtigen ebenfalls gehört und die Tritte in Richtung der 63-Jährigen gesehen haben.
"Nach den mittlerweile vorliegenden Erkenntnissen ist das Handeln der 56-Jährigen offenbar auch auf ihren psychischen Zustand zurückzuführen", teilte die Polizei weiter mit. Die Frau befände sich mittlerweile in einer Fachklinik.
Ermittlungen wegen weiterer Vergehen
Dabei ist die Tatverdächtige keine Unbekannte. Wie sich des Weiteren herausstellte, machte sie auch in den folgenden Tagen mit anderen belästigenden Handlungen im Stadtzentrum auf sich aufmerksam.
Dadurch kam es in vier weiteren strafrechtlich relevanten Fällen wegen Beleidigung beziehungsweise Hausfriedensbruch zu Ermittlungen gegen die 56-Jährige.
Die Ermittlungsakte zum fremdenfeindlichen Übergriff wird der Staatsanwaltschaft Chemnitz zur weiteren Entscheidung vorgelegt.