Nach Überfall auf Bar-Besucher in Chemnitz: Tatbeteiligte identifiziert

Chemnitz/Burgstädt - Am Donnerstag fanden mehrere Durchsuchungen statt. Grund sind die Ermittlungen zum Überfall auf Bar-Besucher in der Zöllnerstraße in Chemnitz im Januar.

Im Januar sind Bar-Besucher in der Zöllnerstraße von mehreren Personen angegriffen worden.
Im Januar sind Bar-Besucher in der Zöllnerstraße von mehreren Personen angegriffen worden.  © Härtelpress

Inzwischen sind laut Polizei weitere Tatbeteiligte identifiziert worden.

"Die Durchsuchungsmaßnahmen richteten sich gegen fünf deutsche Beschuldigte im Alter zwischen 16 und 18 Jahren und fanden in Chemnitz sowie in einem Fall in Burgstädt statt. Die Ermittler stellten dabei Beweismittel sicher, u.a. mehrere Mobiltelefone, zwei Schlagstöcke und diverse Vermummungsgegenstände", teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Die Ermittlungen richten sich gegen insgesamt 14 Tatverdächtige im Alter zwischen 15 und 21 Jahren.

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Es wurden Zeugen mehrfach vernommen, außerdem knapp 30 bei Durchsuchungen sichergestellte Datenträger ausgewertet.

Polizei vermittelt Kontakte zu Aussteigerprogrammen

Bei dem Einsatz am Donnerstag kam es zu keinen Festnahmen. (Symbolbild)
Bei dem Einsatz am Donnerstag kam es zu keinen Festnahmen. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa

Offenbar trugen die Ermittlungen auch dazu bei, dass die im Sommer 2024 gebildete Gruppierung der sogenannten "Chemnitz Revolte" inzwischen nicht mehr als solche organisiert auftritt.

Es wurde ebenfalls präventive Aufklärungsarbeit geleistet.

"Insbesondere vor dem Hintergrund der Beteiligung von jungen Erwachsenen als auch Jugendlichen und offenbar aufwachsender Strukturen ist es den Beamten und nicht zuletzt den Strafverfolgungsbehörden auch ein wichtiges Anliegen, dass sich eine verfassungsfeindliche, gewaltbereite Szene nicht etabliert" heißt es weiter.

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Die Beamten haben auch Kontakte zu Aussteigerprogrammen vermittelt.

Am Donnerstag gab es keine Festnahmen. Im Einsatz waren insgesamt rund 40 Beamte.

Titelfoto: Härtelpress

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