Notrufmissbrauch! Polizei wird zu angeblicher Geiselnahme in Chemnitz gerufen

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Chemnitz - Polizeieinsatz am Freitagabend in Chemnitz: Unbekannte hatten über eine Notruf-App die Polizei alarmiert. Angeblich soll es in einem Penny-Markt zu einer Geiselnahme gekommen sein. Schnell stellte sich heraus: Alles war gelogen! Nun ermittelt die Polizei wegen Notrufmissbrauchs.

Mehrere Polizeibeamte rückten am Freitagabend zu einem Penny-Markt an der Clausstraße in Chemnitz aus. Über eine Notruf-App wurde eine Geiselnahme gemeldet. Doch diese gab es nie.
Mehrere Polizeibeamte rückten am Freitagabend zu einem Penny-Markt an der Clausstraße in Chemnitz aus. Über eine Notruf-App wurde eine Geiselnahme gemeldet. Doch diese gab es nie.  © Chempic

Gegen 19 Uhr wurden die Beamten zum Penny-Markt an der Clausstraße gerufen. Zuvor wurde über die "nora Notruf-App" die Rettungsleitstelle kontaktiert.

Die App ist speziell für Sprach- oder Hörbehinderte konzipiert und wurde in diesem Fall missbraucht.

"Vor Ort konnte der Sachverhalt nicht bestätigt werden", so ein Polizeisprecher gegenüber TAG24. Auch nach Rücksprache mit dem Marktleiter war klar: Es gab keine gefährliche Situation, es handelte sich um einen Notrufmissbrauch.

Der Einsatz konnte schnell beendet werden. Aktuell laufen die Ermittlungen wegen Notrufmissbrauchs - hier droht eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe. Wer den Notruf ausgelöst hatte, ist aktuell noch nicht klar.

Titelfoto: Chempic

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