Endlich! Chemnitz' hässlichster Bahnhof ist Geschichte

Chemnitz - Das wurde aber auch Zeit: Der marode Bahnhof Mitte in Chemnitz hat ausgedient. Seit dieser Woche können Fahrgäste am neuen, modernen Haltepunkt einsteigen.

Kein Augenschmaus: Der marode Bahnhof Mitte in Chemnitz. Seit Montag hat er ausgedient.
Kein Augenschmaus: Der marode Bahnhof Mitte in Chemnitz. Seit Montag hat er ausgedient.  © privat

Zum Glück! Denn dieser Bahnhof war kein Aushängeschild für Chemnitz - Graffiti an den Wänden, dreckig und am Abend war es im kompletten Gebäude stockdunkel.

Schlimmer noch: Als Fahrgast fand man zuletzt kaum den Eingang, kam sich vor wie in einem "Lost Place" (deutsch: vergessener Ort)!

Nachdem das Gebäude mehr als 20 Jahre vergammelte, ist nun Schluss damit.

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Seit Montag können die Fahrgäste am neuen Haltepunkt einsteigen, der über die Stollberger Straße erreichbar ist (unterhalb der Bahnbrücke).

Der neue Haltepunkt ist allerdings bisher nur durch eine Treppe erreichbar. Die Deutsche Bahn plant zwar einen Aufzug, doch dieser wird wohl noch eine Weile auf sich warten lassen.

Praktisch: Der neue Haltepunkt ist nur wenige Meter von der Bus- und Straßenbahnhaltestelle "Bahnhof Mitte/Niklasberg" entfernt und so besser mit dem ÖPNV verknüpft als der alte Bahnhof.

Neben dem Bahnhof Mitte wird im Zuge des Bauprojekts "Chemnitzer Bahnbogen" auch der Südbahnhof modernisiert, der ebenfalls mit Aufzügen ausgestattet werden soll. Auf rund 2,8 Kilometern werden zudem neue Schienen verlegt, Signale und Oberleitungen erneuert und Lärmschutzwände errichtet. Die Bauarbeiten sollen bis 2025 abgeschlossen sein.

Über diese Treppe geht's zum neuen Haltepunkt Mitte.
Über diese Treppe geht's zum neuen Haltepunkt Mitte.  © privat
Am Haltepunkt Mitte halten die Züge vorerst eingleisig. Am Gleis eins müssen erst noch neue Schienen verlegt werden.
Am Haltepunkt Mitte halten die Züge vorerst eingleisig. Am Gleis eins müssen erst noch neue Schienen verlegt werden.  © privat

Was passiert nun mit dem maroden Bahnhof Mitte?

Harley-Verkaufsleiter David Fröhlich (36) steht bald im ehemaligen Bahnhof Mitte hinterm Tresen.
Harley-Verkaufsleiter David Fröhlich (36) steht bald im ehemaligen Bahnhof Mitte hinterm Tresen.  © Kristin Schmidt

Der marode Bahnhof Mitte wird zunächst zurückgebaut, soll aber schon bald aus seinem Dornröschenschlaf erwachen. Denn nach der Sanierung will der Harley-Davidson-Store von der Zwickauer Straße in das ehemalige Bahnhofsgebäude ziehen (TAG24 berichtete).

Der Motorradladen soll in die untere Etage, die Verwaltung in das erste und zweite Stockwerk.

"Wir planen unten die Verkaufsfläche und die Werkstatt", erzählte Unternehmerin Sibylle Thomas-Göbelbecker gegenüber TAG24.

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Vorher ist aber noch allerhand zu tun: Der komplette Bahnhof muss kernsaniert werden.

Wann der Harley-Shop in den ehemaligen Bahnhof zieht, ist bislang noch nicht bekannt.

Titelfoto: privat

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