Chemnitzer Opernhaus werkelt am Untergang der "Titanic"

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Chemnitz - Der Untergang der "RMS Titanic" 1912 zählt zu den größten Schiffskatastrophen in der Seefahrthistorie. Die Oper Chemnitz erzählt ab Samstag die Geschichte des Ozeandampfers und seiner Passagiere in einem Musical. Allerdings ohne Jack und Rose aus James Camerons (72) Film "Titanic" (1997).

Bis zur Premiere am Samstag probt Regisseur Till Nau (45) noch mit den Darstellern.
Bis zur Premiere am Samstag probt Regisseur Till Nau (45) noch mit den Darstellern.  © Kristin Schmidt

"Das Musical hat das gleiche Thema wie der Film, aber keine Liebesgeschichte", sagt Regisseur Till Nau (45) über die Aufführung in Chemnitz. Vielmehr geht es um die Schicksale von 30 Passagieren aus allen Reiseklassen.

"Meine Aufgabe ist es, rote Fäden zu verbinden und Blicke so zu leiten, dass das Publikum durchgeführt wird", so Nau.

Sein Highlight ist direkt der Beginn, wenn die Passagiere aufs Schiff gehen: "Das ist musikalisch opulent mit 50 Leuten, die einem entgegen singen."

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Insgesamt werden 77 Männer, Frauen und Kinder auf der Bühne stehen, ausgestattet von Conny Lüders (65). Dabei essenziell: die Silhouetten. "Schlanke Körper, Schleppen und riesige Hüte sind ein Muss."

Das "Titanic"-Musical nimmt den Zuschauer mit auf den Ozeandampfer.
Das "Titanic"-Musical nimmt den Zuschauer mit auf den Ozeandampfer.  © Nasser Hashemi
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Kostümbildnerin Conny Lüders (65) zeigt die Kostüme für das Musical.
Kostümbildnerin Conny Lüders (65) zeigt die Kostüme für das Musical.  © Kristin Schmidt

Bühnenbildner Momme Hinrichs (50): "Die echte 'Titanic' würde nicht mal auf den Theaterplatz passen."

Bühnenbildner Momme Hinrichs (50) hat zwar nicht die "Titanic", dafür die Rettungsboote nachgebaut.
Bühnenbildner Momme Hinrichs (50) hat zwar nicht die "Titanic", dafür die Rettungsboote nachgebaut.  © Kristin Schmidt

Eine Herausforderung für Lüders war der schnelle Kostümwechsel, teilweise sind nur 20 Sekunden Zeit. "Die Kleider haben vom Kragen an einen Reißverschluss, sodass ein Teil schon runterfällt, während das andere angezogen wird", so Lüders. Insgesamt 550 Teile müssen sie und die Ankleiderinnen organisieren. "Das ist eine Kostümschlacht hinter der Bühne."

Parallel dazu schippert die "Titanic" über die Opernbühne: "Ziel war es, dass man am Ende denkt, auf dem Schiff gewesen zu sein, ohne dass es da war", sagt Bühnenbildner Momme Hinrichs (50).

Auf der Bühne sind Rumpf, Kabinen und Reling angedeutet. "Die vielen Einzelteile werden durch Projektionen ergänzt." Denn: "Die echte 'Titanic' würde nicht mal auf den Theaterplatz passen." Für einen dynamischen Blick aufs Schiff macht sich Hinrichs zudem Vorbühne, Drehscheibe und bewegliche Podeste zunutze.

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Die Premiere am Samstag ist ausverkauft, für weitere Aufführungen gibt es noch Tickets ab 30 Euro unter: www.theater-chemnitz.de.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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