Chemnitz - Hier wird Chemnitzer Geschichte aufgetischt: Im Roten Turm zeigt ein von Künstlern gestalteter multimedialer Tisch Besuchern neuerdings die Baugeschichte des Chemnitzer Wahrzeichens. Den bekommen künftig auch mehr Besucher gleichzeitig zu Gesicht.
"Der achtminütige Film wurde extra für diesen Ort in Auftrag gegeben. Eine Animation zeigt, wie das Bauwerk entstanden ist", sagt Kay Kaden (53), Vorsitzender des Vereins "AG Roter Turm Chemnitz", der es sich zur Aufgabe gemacht hat, das über 800 Jahre alte Baudenkmal erlebbar zu machen.
Wer den Turm erklimmt, durchquert eine Ausstellung über bedeutende Chemnitzer - von Lokomotivkönig Richard Hartmann bis zum Maler Karl Schmidt-Rottluff.
Ein weiterer Meilenstein: Nach jahrelangem Ringen ist es gelungen, das Wahrzeichen für eine größere Anzahl an Besuchern gleichzeitig zugänglich zu machen.
Bisher mussten sich Gäste häufig in Geduld üben, weil der Turm nur von zwölf Personen gleichzeitig betreten werden durfte. "Wir haben unseren Bauantrag ins Ziel gebracht. Seit vorigem Freitag dürfen sich 24 Personen im Gebäude aufhalten", freut sich der Vereins-Chef.
Möglich wurde das durch den Umbau eines Geländers, das die Feuerwehr nun von außen öffnen kann. Kaden: "Damit gibt es jetzt zwei Stellen, an denen Leitern gestellt und im Notfall evakuiert werden könnte."
Geöffnet ist der Rote Turm jeden Samstag von 12 bis 14 Uhr. Eintritt: 2,50 Euro.