Chemnitz - Ohne ihn würde es in Chemnitz bei Weitem nicht so grün aussehen: Der Gartenarchitekt Otto Werner (1854–1923) prägte das Bild von Sachsens drittgrößter Stadt entscheidend. Nun bekam der ehemalige Stadtgartendirektor eine Gedenkplatte vor dem Roten Turm.
Seit Sonntag hat der Platz vor dem Roten Turm seine 40. Gedenkplatte, auf denen an berühmte Persönlichkeiten erinnert wird, die sich um die Stadt verdient gemacht haben.
Geehrt wurde Otto Werner, der 1882 das Amt des Stadtgärtners in Chemnitz antrat - 18 Jahre später wurde Werner Gartendirektor.
"Umfasste das Stadtgrün bei seinem Dienstantritt circa 14 Hektar, so wuchs es bis zu seiner Pensionierung 1923 auf circa 200 Hektar", so Grünflächenamt-Chef Peter Börner (55) in seiner Rede.
Werner starb am 7. Mai 1923 und wurde auf dem Schloßfriedhof beigesetzt.
Als Gartendirektor entwickelte Werner den Stadtpark sowie die Umgestaltung des Küchwaldes. Unter Werners Leitung entstanden heute Stadtplätze wie der Goetheplatz, der Gerhart-Hauptmann-Platz, der Lessingplatz, etc. "Ohne Zweifel sähe unser Chemnitz ohne Otto Werner heute völlig anders aus und es wäre sehr wahrscheinlich deutlich weniger lebenswert."