Chemnitz/Dresden - Rekord-Fahrgastzahlen bei der Mitteldeutschen Regiobahn (MRB)! Noch nie waren so viele Fahrgäste in den Elektro-Zügen der MRB unterwegs wie im Jahr 2024: 10,5 Millionen Menschen nutzten das Angebot im Elektronetz Mittelsachsen - fast doppelt so viele wie noch 2016.
Besonders gefragt ist die Strecke zwischen Dresden und Zwickau, auf dem der RE 3 (Dresden - Chemnitz - Zwickau - Hof) und der langsamere RB 30 (Dresden - Chemnitz - Zwickau) unterwegs ist.
In den vergangenen Jahren schossen die Fahrgastzahlen deutlich nach oben. Aus diesem Grund hatte das Verkehrsunternehmen 2024 auf der Strecke längere Züge eingesetzt, um den Ansturm an Fahrgästen zu bewältigen.
Als wahrer Fahrgastzahlen-Boost erwies sich das Deutschlandticket. Seit der Einführung boomt auch die Strecke zwischen Chemnitz und Elsterwerda (RB 45).
Möglicher Grund: Von Elsterwerda aus geht's mit dem Intercity, der auch mit dem Deutschlandticket genutzt werden kann, in knapp einer Stunde nach Berlin.
MRB-Chef Jan Kleinwechter freut sich über zahlreichen Passagiere: "Die Zahlen zeigen, dass unsere Verkehrsangebote im Regionalverkehr sehr gut angenommen werden. Das kontinuierliche Fahrgastwachstum der letzten Jahre verdanken wir der engagierten Arbeit unserer Mitarbeitenden, einem attraktiven Fahrplan und dem hohen Komfort für unsere Fahrgäste."
Finanzierungs-Sorgen bei der MRB: Volle Züge, aber wenig Geld
Allerdings bringt das Deutschlandticket auch Ärger mit sich - es geht ums Geld! Das Problem: Durch das Deutschlandticket werden weniger normale, teurere Tickets verkauft.
Zum Vergleich: Eine Fahrt von Zwickau nach Dresden würde einzeln knapp 30 Euro kosten. Für das Deutschlandticket zahlen Fahrgäste lediglich 58 Euro im Monat - für alle Regionalzüge in Deutschland.
Die Einnahmen aus den Deutschlandtickets werden wiederum nur pauschal an die Verkehrsunternehmen ausgezahlt - unabhängig von den Fahrgastzahlen.
Zwar zahlt der Staat einen Zuschuss, aber: "Die von Bund und Ländern bereitgestellten Kompensationsmittel reichen aller Voraussicht nicht aus, diese Lücke zu schließen. Die aktuelle Regelung spiegelt damit weder die tatsächliche Nutzung noch den Finanzierungsbedarf wider", sagt der MRB-Chef.
Das Verkehrsunternehmen hofft daher auf ein gerechteres Verteilungsmodell, "das die tatsächliche Fahrgastnachfrage berücksichtigt".