Chemnitzer Traditions-Tanzschule meldet Insolvenz an

Chemnitz - Ein bitterer Einschnitt für die Traditions-Tanzschule Emmerling aus Chemnitz: Im 50. Jahr ihres Bestehens musste Tanzschul-Chef Mirko Dreischarf (53) Ende 2025 Insolvenz anmelden. Die gute Nachricht: Im Frühjahr will das Unternehmen wieder sicher auf dem Parkett stehen.

In den Räumen an der Annaberger Straße wird weiterhin getanzt.
In den Räumen an der Annaberger Straße wird weiterhin getanzt.  © Kristin Schmidt

"Es sind mehrere Faktoren zusammengekommen, die zu diesem Schritt geführt haben", sagt Mirko Dreischarf.

"Wir haben mit Nachwirkungen aus der Corona-Zeit zu kämpfen, müssen Kredite zurückzahlen und klagen außerdem vor dem Verwaltungsgericht wegen nicht erhaltener Hilfen. Hinzu kommt, dass die Tanzschulen nicht länger von der Umsatzsteuer befreit sind und wir jetzt drei Jahre rückwirkend zahlen sollen."

Auch GEMA-Gebühren seien ein ausufernder Kostentreiber. "Wir zahlen allein 24.000 Euro Grundbeitrag jährlich, ohne Veranstaltungen. Das ist viermal so viel wie vor Corona", rechnet der Tanzschul-Chef vor.

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Für die Tanzschüler und die rund 30 Mitarbeiter hat das Insolvenzverfahren keine Auswirkungen. "Unsere 200 Kurse finden ganz normal statt, auch die Standorte in Freiberg, Annaberg-Buchholz und Olbernhau laufen weiter", so Dreischarf.

Die Chefs der Tanzschule Emmerling Carsten Hetze (42, l.) und Mirko Dreischarf (53) steuern mit der Insolvenz einen finanziellen Neuanfang an.
Die Chefs der Tanzschule Emmerling Carsten Hetze (42, l.) und Mirko Dreischarf (53) steuern mit der Insolvenz einen finanziellen Neuanfang an.  © Maik Börner

"Wir freuen uns aktuell über wachsende Nachfrage bei Kindern und Jugendlichen sowie im Fitness-Bereich und werden das Kapitel der Insolvenz im März hinter uns lassen."

Titelfoto: Bildmontage: Maik Börner, Kristin Schmidt

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