Darum wurden am Chemnitzer Rathaus bunte Banner angebracht

Chemnitz - Am heutigen Freitag, kurz nach 10 Uhr, war es so weit: Am Rathaus in Chemnitz wurden acht Banner für den Friedenstag am kommenden Dienstag angebracht.

Julius Wild (15), Emma Wagner (15) und Lehrerin Madlen Lau (36,v.l.) vom André-Gymnasium. Die beiden Schüler gestalteten eines der aufgehängten Banner mit.
Julius Wild (15), Emma Wagner (15) und Lehrerin Madlen Lau (36,v.l.) vom André-Gymnasium. Die beiden Schüler gestalteten eines der aufgehängten Banner mit.  © Uwe Meinhold

"Wenn die Leute sich nicht artikulieren können, werden sie Häuser anzünden" - Das Zitat stammt vom Chemnitzer Schriftsteller Stefan Heym (1913-2001) und steht auf einem der aufgehängten Banner. Gestaltet haben es Schüler des André-Gymnasiums vom Kaßberg.

"Die Schüler haben es während einer Projektwoche im Sommer 2023 kreiert", sagt Lehrerin Madlen Lau (36). Insgesamt habe die Gruppe sechs Banner gemalt. "Das Banner ist in seiner Message sehr allgemein gehalten und soll viele Leute ansprechen", so Emma Wagner (15), die daran mitwirkte.

Außerdem wird dem Banner eine besondere Ehre zuteil: "Es wurde für den Festakt am 23. Mai zum 75-jährigen Jubiläum des Grundgesetzes in Berlin ausgewählt und wird dort ausgestellt", sagt Gerald Richter (67) von der Bürgerinitiative Aktion C, die die Banneraktion 2011 ins Leben rief.

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"2025 wollen wir einen Weltrekordversuch starten und insgesamt 300 Banner mit drei Kilometern Länge im Bestand haben", so der 67-Jährige. Zurzeit gibt es circa 267 Banner mit einer Gesamtlänge von 2 750 Metern.

Kurz nach 10 Uhr wurden die Friedensbanner am Rathaus für den Friedenstag am kommenden Dienstag aufgehängt.
Kurz nach 10 Uhr wurden die Friedensbanner am Rathaus für den Friedenstag am kommenden Dienstag aufgehängt.  © Uwe Meinhold

Der Chemnitzer Friedenspreis wurde am heutigen Freitag auch verliehen. Der erste Preis ging an die Organisatoren des Projektes "Sprachencafé".

Titelfoto: Uwe Meinhold

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