Diese Fläche in Chemnitz gibt Rätsel auf

Chemnitz - Kopfschütteln in Schönau: Wer auf der Zwickauer Straße an der Wendeschleife der Straßenbahn Linie 1 vorbeifährt, sieht ein inzwischen abgehängtes Schild. Für einige Tage war die Aufschrift sichtbar: Park+Ride. Direkt neben der Wendeschleife: eine angelegte Fläche mit Zufahrt. Alles sieht aus wie ein fertiger Parkplatz für Pendler, die vom Auto auf Bus oder Bahn umsteigen wollen. Ist es aber nicht.

Auf der ursprünglich als Straba-Streckenfortführung nach Siegmar geplanten Fläche scheint bereits ein P+R vorbereitet. Oder doch nicht?
Auf der ursprünglich als Straba-Streckenfortführung nach Siegmar geplanten Fläche scheint bereits ein P+R vorbereitet. Oder doch nicht?  © Ralph Kunz

Denn wie aus der Stadtverwaltung zu hören ist, gibt es - man glaubt es kaum - "derzeit keine konkreten Planungen" für genau diesen Standort.

Ein Park+Ride in Schönau? Weiterhin nur eine "grundsätzliche Überlegung". Man wolle das Thema "im Zuge der weiteren Planungen zum Streckenausbau Richtung Reichenbrand mit betrachten".

Irgendwann. Stadträtin Yvonne Kilian (46, FDP) zeigt sich fassungslos: "Für mich sah das aus, als wäre es schon fertig. Die Fläche ist da, die Zufahrt ist da, das Schild steht seit Juni."

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Tatsächlich hat Chemnitz längst funktionierende P+R-Flächen - am Südring, in Bernsdorf, beim Chemnitz-Center und in Hutholz. Bis zu hundert Stellplätze: Auto abstellen und mit Bus oder Bahn ins Zentrum.

Stadträtin Yvonne Kilian (46, FDP) fordert Antworten aus dem Rathaus: Wie weit ist der P+R in Schönau?
Stadträtin Yvonne Kilian (46, FDP) fordert Antworten aus dem Rathaus: Wie weit ist der P+R in Schönau?  © Ralph Kunz
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Gerade im KuHa-Jahr 2025 wäre ein funktionierender Umstiegspunkt im Westen der Stadt Gold wert - für Pendler oder Touristen aus Richtung Limbach, Mittelbach oder Grüna. "Vielleicht weiß einfach die linke Hand nicht, was die rechte tut", mutmaßt Kilian. "Oder man spricht nicht miteinander."

Titelfoto: Ralph Kunz

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