Chemnitz - Sie sind bunt, manchmal giftig und oft echte Meister im Verstecken: Im Vivarium des Tierparks Chemnitz tummeln sich mehr als 80 verschiedene Amphibienarten. Zum 30-jährigen Jubiläum des Amphibienhauses dürfen Besucher hinter die Kulissen schauen.
Dass Chemnitz heute eine der umfangreichsten Amphibiensammlungen Deutschlands beherbergt, begann 1993 mit der Übernahme einer Sammlung aus dem Naturhistorischen Museum Schloss Bertholdsburg in Schleusingen.
Aus dem ehemaligen Pferdestall im Tierpark entstand daraufhin das Amphibienhaus, welches 1996 eröffnet wurde.
"Das war damals ein besonderes Ereignis", sagt Bürgermeister Knut Kunze (56, parteilos). "Das Vivarium ist seitdem sehr wichtig für unsere Einrichtung."
Heute gibt es dort vier Räume mit ganz unterschiedlichen Klimabedingungen: von tropischer Wärme bis zu kühlen Temperaturen ist alles dabei.
Die Bewohner sollen sich schließlich möglichst wie in ihrer natürlichen Heimat fühlen. Dafür legen sich die Tierpfleger täglich ins Zeug. Sie kontrollieren die Wasserqualität und kümmern sich um die aufwendig gestalteten Gehege.
Zum Jubiläumsfest bekommen Besucher besondere Einblicke: Am 30. Oktober, führt eine 90-minütige Tour hinter die Kulissen. Am 31. Oktober, stehen um 10 und 12 Uhr Schaufütterungen auf dem Programm. Um 13 Uhr eröffnet Bürgermeister Kunze das Jubiläumsfest in der Tierparkschule, wo bis 16 Uhr Mitmachangebote und Fachvorträge rund um Amphibien warten. Alle Infos und Anmeldung: tierpark-chemnitz.de
Er ist der Neue im Chemnitzer Tierpark
Frischer Wind im Tierpark Chemnitz: In diesem Monat hat der neue Kurator, Constantin Beck (28), seinen Dienst angetreten.
Der junge Mann aus Iserlohn (NRW) studierte Biologie an der Universität Münster und sammelte nach seinem Masterabschluss Erfahrungen in verschiedenen zoologischen Bereichen. Zuletzt war er als Assistenzkurator im Zoo Frankfurt tätig.
"Ich habe schon viele Ideen für den Tierpark Chemnitz", so Beck. Aktuell sei er aber erst mal noch dabei, sich einzuarbeiten und das Team sowie die Tiere kennenzulernen.
Sein neuer Wohnort gefällt ihm bisher gut: "Chemnitz erinnert mich ein bisschen an meine Heimat, den Ruhrpott, weil die Stadt etwas Kantiges und Raues hat. Die Menschen, die ich bisher kennengelernt habe, waren aber sehr herzlich."