Aschaffenburg/Chemnitz - Vom 22. bis 24. Oktober wird in Aschaffenburg die Weltmeisterschaft im Gabelstaplerfahren ausgetragen. Zum 21. Mal treten Staplerfahrer aus dem In- und Ausland gegeneinander an. Mit dabei ist Denis Müller (43) aus Aue-Bad Schlema. Bei der regionalen Qualifikation in Chemnitz setzte er sich gegen mehr als 30 Teilnehmer durch. Nun will er es bei der Weltmeisterschaft unter die besten zehn und damit ins Finale schaffen.
Für Müller ist die Teilnahme nicht das erste Mal. Bereits 2024 startete er bei der Weltmeisterschaft und belegte Platz 13 von 34 Fahrern. Für ihn ist es eine Sensation: "Das sind so gute Fahrer. Ich bin da eher Außenseiter."
Am 23. Oktober stehen zwei Wettkämpfe an, die jeweils innerhalb von sechs Minuten absolviert werden müssen. Gefahren wird mit Elektro-, Gas- und Dieselstaplern von Linde, die Lasten von bis zu 18 Tonnen bewegen können. Bei den Geschicklichkeitsparcours zählen vor allem Präzision und Schnelligkeit.
Drei bis vier Schiedsrichter bewerten die Fahrer nach strengen Regeln. Die zehn besten qualifizieren sich für das Finale am 24. Oktober.
Vor mehreren tausend Zuschauern kann dabei auch die Nervosität eine Rolle spielen. Müller kennt das bereits: "Ich hatte damals einen Ruhepuls von über 180. Aber sobald man rauskommt, war der Fokus da."
Denis Müller entdeckt Leidenschaft fürs Staplerfahren zufällig
Für den diesjährigen Wettbewerb hat Müller eine klare Motivation: "Ich fahre für meine Tochter, meine Frau und meinen damaligen Chef, die mich permanent unterstützt haben." Seine Tochter hat am 23. Oktober Geburtstag. "Ich hoffe, ich schaffe es für sie in die Top Ten."
Dass Müller überhaupt einmal an einer Stapler-Weltmeisterschaft teilnehmen würde, war zunächst nicht geplant. Seine Leidenschaft für das Staplerfahren entdeckte er eher zufällig.
"Ich habe im Getränkemarkt gearbeitet und mein Chef hat mich dort fahren lassen", erzählt er. "Mich hat das nicht mehr losgelassen." 2008 machte er seinen Staplerschein und kam über einen ehemaligen Arbeitskollegen zum StaplerCup.
Seitdem ist der Wettbewerb für ihn fester Bestandteil: "Es ist einfach geil, nach Aschaffenburg zu kommen. Alles ist auf diesen StaplerCup ausgelegt. Das ist Wahnsinn."