Trübe Aussichten in Chemnitz: Lässt sich dieser Teich noch retten?
Chemnitz - Dem Ottoteich in Chemnitz geht das Wasser aus. Vor allem im Sommer wird der niedrige Wasserstand zum Problem. Doch obwohl die Gefahr seit Jahren bekannt ist, fehlt ein konkreter Plan zur Rettung des Teichs.
Das geht aus Antworten der Stadtverwaltung auf eine Anfrage von SPD-Stadtrat Maik Otto (49) hervor. "Ein Bürger hat mich auf den schlechten Zustand aufmerksam gemacht", sagt er zu TAG24.
Ein Hauptproblem ist der Zufluss: Durch den Ausbau des umliegenden Wohngebiets entwässern viele Flächen inzwischen in die Kanalisation statt in den Talangerbach. Dieser speist den Ottoteich und führt jedoch aktuell kaum noch Wasser.
"Dieser Trend wird durch den fortschreitenden Klimawandel noch verstärkt", räumt Baubürgermeister Thomas Kütter (50, parteilos) ein.
Damit ist der Teich zunehmend auf reichlich Regen und Schmelzwasser im Frühjahr angewiesen. Sinkt der Wasserstand zu stark, drohen Sauerstoffmangel und Algenbildung. Im schlimmsten Fall kann das Wasser "umkippen" - eine Gefahr für Fische und andere Wasserlebewesen.
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Wie lässt sich der Teich retten?
Doch wie lässt sich der Teich retten? "Es gibt Überlegungen dazu, die Niederschläge über die Einbindung von Dachentwässerung im Gebiet zu nutzen", so die Stadt. Vor fünf Jahren gab es diese Idee allerdings auch schon - bisher ohne Ergebnis.
Die Verwaltung steht nach eigenen Angaben weiterhin mit der Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft im Austausch, der die meisten Häuser in der Umgebung gehören. Konkrete Pläne oder Termine gibt es aber weiterhin nicht.
Auch die Kostenfrage steht im Raum: Wer für mögliche Umbauten zahlen soll, ist laut Kütter offen. Eine umfassende Sanierung des Ottoteichs sei jedenfalls nicht geplant. Die letzte Entschlammung erfolgte 2004.
Titelfoto: Bildmontage: Uwe Meinhold, Ralph Kunz
