Chemnitz - Weniger Personal, weniger Lehre? Der Sparkurs an der TU Chemnitz bedroht rund 200 Stellen. Jetzt nennt die Uni einen Zeitplan: Bis 2029 sollen Stellen gesperrt werden - sie dürfen dann nicht mehr besetzt werden.
Das heißt allerdings nicht, dass 200 Beschäftigte gehen müssen, heißt es auf Nachfrage. Der Uni fehlt rechnerisch das Geld für etwa 200 wissenschaftliche Mitarbeiterstellen, wenn sie alle vorgesehenen Arbeitsplätze besetzen und ihre laufenden Ausgaben decken wollte.
Wie viele besetzte Stellen tatsächlich entfallen, bleibt offen. "Betriebsbedingte Kündigungen wird es nicht geben", versichert die TU. Ihr fehlen zusätzliche Gelder, während die Kosten steigen.
Welche Folgen drohen Studenten? Konkrete Vorlesungen oder Seminare nennt die TU noch nicht. Fest steht: "Von den erforderlichen Einsparungen sind alle Fakultäten und alle Struktureinheiten betroffen."
Dagegen macht das Aktionsbündnis gegen Kürzungen an der TU mit seiner Petition "Bildung statt Kürzungen" mobil. Sein Einwand: "'Keine Kündigungen' heißt nicht 'kein Stellenabbau'."
Auch auslaufende Verträge und fehlende Nachbesetzungen können Personal kosten. Die Initiatoren aus TU-Angehörigen und Gewerkschaften verlangen: "Wir benötigen Investitionen in Lehre und Personal anstelle von Kürzungen!"