Kosten für Chemnitzer Interventionsflächen verdoppelt
Chemnitz - Fast doppelt so viel Geld für die KuHa-Interventionsflächen wie geplant: Aus ursprünglich gut 30 Millionen Euro werden einschließlich weiterer Bauabschnitte knapp 60 Millionen, wie ein jetzt vorliegender Rathaus-Bericht ausweist. Wie viel davon müssen die Chemnitzer tatsächlich zusätzlich schultern?
Das Rathaus liefert jetzt Zahlen, bleibt bei den Ursachen der Kostensteigerungen aber wichtige Antworten schuldig.
Das ursprüngliche Budget sah gut 20 Millionen Euro Stadtgeld plus Finanzspritzen vor. Bis Ende 2025 seien rund 16 Millionen eingesetzt worden. Für die Fortführung verschiedener Projekte wie weitere Maßnahmen kommen laut einer Stadtsprecherin sieben Millionen Euro Eigenmittel hinzu.
Damit steigt der städtische Gesamtanteil auf rund 23 Millionen Euro - circa 2,5 Millionen Euro mehr als ursprünglich vorgesehen. Diese Differenz nennt das Rathaus selbst nicht.
"Beim Garagen-Campus und der Stadtwirtschaft konnte durch zusätzliche Fördermittel der geplante Leistungsumfang erweitert werden", erklärt die Sprecherin.
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Noch offen, ob zusätzliche Millionen im Haushalt abgesichert sind
Der erste Bauabschnitt des Garagencampus verteuerte sich von etwa drei auf deutlich über fünf Millionen Euro - plus 71 Prozent.
Doch es gibt auch deutlich teurere Arbeiten: Beim Schmidt-Rottluff-Haus mussten Decken, Dielen und Innenputz "zum Teil komplett ersetzt werden". Die Kostenprognose stieg um 82 Prozent. Die Zuschüsse dagegen hätten sich "um ein Drittel erhöht".
Zu möglichen Planungsfehlern äußert sich die Stadt trotz Nachfrage nicht. Ob die noch benötigten städtischen Millionen bereits vollständig im Haushalt abgesichert sind, bleibt ebenfalls offen.
Titelfoto: Ralph Kunz
