Chemnitz - Am Mittwoch soll der Abriss der Hainbrücke in Chemnitz beginnen. Doch Ex-Stadtrat und Sonnenberg-"Macher" Lars Faßmann (49) kämpft weiter um die Verbindung zwischen Sonnenberg und Innenstadt. Er hat die Landesdirektion (LDS) und das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LaSuV) eingeschaltet.
Die Stadt bleibt hart: "Die für den Abriss erforderliche Sperrpause des Bahnverkehrs ist von der Deutschen Bahn vorgegeben und kann nicht verschoben werden." Zudem sei der Abriss-Auftrag vertraglich festgelegt. Abweichungen hätten rechtliche Konsequenzen für die Stadt.
Faßmann zweifelt daran, dass die Brücke verloren ist. "Dieselbe Prüfung, zwei Absätze, zwei Zustände“, kritisiert er.
Tatsächlich nennt das Rathaus das Ergebnis der Bauwerksprüfung 2025 zunächst "noch ausreichend", dann spricht es vom "schlechten Zustand". Die letzte Note: 2,9. Zuvor lag sie zwischen 2,8 und 3,0.
Die Stadt verweist auf Risse, Rost und zerfallenden Beton. Bei einem Einsturz wären auch Züge gefährdet.
Faßmann bekam dagegen schriftlich: "kein unverzügliches Handeln" erforderlich, Restrisiko "tolerierbar". Eine Messung zur Erkennung brechender Spanndrähte unterblieb wegen des geplanten Abrisses – auch aus Kostengründen.
Laut Rathaus ist Abriss "unausweichlich"
Nach den von Faßmann angeführten Ergebnissen der städtischen Zählung wurden am 3. September in zwölf Stunden weit über 1000 Querungen erfasst.
as Rathaus hält den Abriss "ungeachtet der tatsächlichen Nutzung" für unausweichlich.
Die Entscheidung sei innerhalb der Verwaltung auf Grundlage von Untersuchungsbericht und Sonderprüfung gefallen, erklärt die Stadt jetzt.
Der zuständige Ausschuss sei bereits am 5. Juni 2025 informiert worden.
Eine Reaktion der Landesbehörden liegt bislang nicht vor.