Lieber Autor als Polizist: Chemnitzer quittiert Dienst

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Chemnitz - Nach 24 Jahren im Polizeidienst hat der Chemnitzer Krimiautor Elias Haller (48) seinen Beruf aufgegeben. Haller ist ein Pseudonym, seinen bürgerlichen Namen möchte der 48-Jährige nicht nennen. Künftig will er sich ganz dem Schreiben widmen.

Am Esstisch zu Hause schreibt Elias Haller (48) am liebsten.
Am Esstisch zu Hause schreibt Elias Haller (48) am liebsten.  © Uwe Meinhold

"Polizeibeamter und nebenher erfolgreich Bücher schreiben, das geht irgendwann nicht mehr", sagt Haller. Die Entscheidung sei ihm nicht leichtgefallen. Er habe seinen Beruf gerne gemacht, besonders den Austausch mit Kollegen und die Möglichkeit, Menschen zu helfen.

Doch zuletzt schrieb er bis zu drei Bücher im Jahr. Bei der Leipziger Buchmesse habe er schließlich entschieden: "Entweder mach ich es jetzt oder wahrscheinlich nie."

Haller begann 1999 mit dem Studium bei der Polizei und arbeitete zuletzt als Hauptkommissar in Chemnitz an der Hartmannstraße. Seine Leidenschaft für das Schreiben entdeckte er bereits mit 14 Jahren. 2010 veröffentlichte er sein erstes Buch, zunächst noch unter einem anderen Namen. Aus Fantasy-Romanen wurden schließlich Thriller und Krimis.

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Sein erster Kriminalroman "Tod und tiefer Fall" erschien 2015 und wurde zum Erfolg. Mittlerweile hat Haller mehr als 30 Bücher geschrieben und fünf Krimireihen veröffentlicht.

Von 2008 bis August 2026 war Elias Haller Hauptkommissar bei der Polizeidirektion in der Hartmannstraße.
Von 2008 bis August 2026 war Elias Haller Hauptkommissar bei der Polizeidirektion in der Hartmannstraße.  © Uwe Meinhold
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Keine Rückkehr zur Polizei: "Raus ist raus"

Sein aktueller Roman "Zodiak-Kind" aus der Arne-Stiller-Reihe ist ebenfalls in der Amazon-Bestsellerliste vertreten.
Sein aktueller Roman "Zodiak-Kind" aus der Arne-Stiller-Reihe ist ebenfalls in der Amazon-Bestsellerliste vertreten.  © Uwe Meinhold

Mehrfach landeten seine Werke auf der Amazon-Bestsellerliste. Sein neuestes Buch "Zodiak-Kind" gehört zur Arne-Stiller-Reihe, an deren elftem Band er bereits arbeitet.

Angst vor dem leeren Blatt kennt Haller nicht: "Ich plane die Geschichten Kapitel für Kapitel durch und brauche mich nur noch hinsetzen und jedes Kapitel runterschreiben." Wie viele Bücher er verkauft hat, verrät er nicht: "Ich kann gut von meinen Büchern leben."

Eine Rückkehr zur Polizei gibt es für Haller nicht: "Raus ist raus bei der Polizei." Nun will er die gewonnene Zeit nutzen, um noch mehr Geschichten zu schreiben und seine Reihen weiterzuführen: "Momentan fühlt es sich richtig an. Ich glaube nicht, dass ich die Entscheidung bereuen werde."

Titelfoto: Bildmontage: Uwe Meinhold (2)

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