Chemnitz - Eine Blutspende dauert nicht lange, kann für andere Menschen aber lebenswichtig sein. Fabian Güttler (39) aus Limbach-Oberfrohna (Landkreis Zwickau) nimmt sich das seit mehr als 20 Jahren zu Herzen. 111 Blutspenden hat er in seinem Leben bereits absolviert.
Kurz nach seinem 18. Geburtstag ging er zum ersten Mal Blut spenden. Seitdem schöpft er die sechs Vollblutspenden, die Männer pro Jahr leisten dürfen, voll aus. Nur nach einer Knie-Operation und einem Urlaub in Vietnam musste er pausieren.
"Ich bin der Meinung, dass jeder den moralischen Auftrag hat, anderen im Rahmen seiner Möglichkeiten zu helfen", sagt Güttler zu TAG24.
Er betont zudem die praktischen Vorteile: "Der zeitliche Aufwand ist nicht sonderlich groß, man hat hinterher ein gutes Gefühl und bekommt auch regelmäßig einen Überblick über die eigenen Blutwerte."
Da man nicht so oft im Jahr spenden kann, sind Blutspender mit mehr als 100 Spenden üblicherweise deutlich älter.
"Ich bin überrascht und vor allem begeistert, wie 'jung' man auch mit 111 Blutspenden aussehen kann", scherzt Heiko Horn vom DRK-Blutspendedienst.
Eine Gelegenheit, es Güttler gleichzutun, gibt es am Samstag beim 46. DRK-Blutspendemarathon in der Galerie Roter Turm. Von 9 bis 20 Uhr soll der bisherige Rekord von 1271 Spenden geknackt werden. Auf die Teilnehmer warten zudem kostenloses Parken, ein CineStar-Gutschein sowie Büfett und ein Sixpack Fassbrause.