Neue Straßenbahnstrecke in Chemnitz: So könnte die Leipziger Straße künftig aussehen
Chemnitz - Während in der Chemnitzer Innenstadt seit Anfang des Jahres kräftig gebaut wird, schreiten bereits die Planungen für den nächsten Abschnitt des "Chemnitzer Modells" voran. Im Fokus steht die Leipziger Straße: Sie soll auf 1,8 Kilometern komplett neu gestaltet werden.
Der sogenannte Planfeststellungsabschnitt 2 beginnt am Konkordiapark und führt stadtauswärts bis zum Eissportzentrum. Damit ist die Leipziger Straße der zweite von fünf Abschnitten auf dem Weg zur neuen Bahnverbindung nach Limbach-Oberfrohna.
Der VMS, die CVAG und die Stadt haben am Mittwoch ihre Vorzugsvariante vorgestellt. Diese sieht neue Doppelgleise für Straßenbahn und City-Bahn vor. Zwischen Konkordiapark und Mittelstraße sollen die Gleise am Straßenrand verlaufen, anschließend in der Straßenmitte.
"Für Autos bleiben weiterhin links und rechts jeweils zwei Fahrspuren bestehen", sagt VMS-Chef Mathias Korda (48). "Teilweise kommen neue Linksabbiegespuren hinzu."
Auch neue Rad- und Fußwege sind geplant. Nach Fertigstellung des Abschnitts soll die Tramlinie 4 im 10-Minuten-Takt über die neue Strecke fahren.
Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten direkt in dein Postfach.
- Lokale Nachrichten aus Chemnitz & Umgebung
- Exklusive Hintergrundberichte
- Jederzeit abbestellbar
Vollsperrung der Leipziger Straße nicht möglich: Bauarbeiten sollen unter Betrieb stattfinden
Für Autofahrer wird auch dieser Abschnitt zur Herausforderung werden. "Das ist eine Straße, die sehr hoch belastet ist", so Korda. Eine Vollsperrung sei für das Bauvorhaben deshalb nicht möglich.
"Das wird unter Betrieb stattfinden." Aber auch für Anwohner und Anlieger bringt die Maßnahme Veränderungen: Vor allem im südlichen Abschnitt der Straße entfallen Stellplätze. Ein Teil davon soll laut VMS zwischen Glauchauer Straße und Küchwaldring ersetzt werden.
Bevor die Bagger anrücken, muss aber der Stadtrat im Oktober erst entscheiden, ob die Vorzugsvariante weiterverfolgt wird. Danach soll 2027 die Entwurfsplanung verfeinert und 2028 das Planfeststellungsverfahren gestartet werden. Gebaut wird frühestens nach Abschluss des ersten Abschnitts (Falkeplatz bis Konkordiapark) - also nicht vor 2030.
Die komplette, 16 Kilometer lange Bahnstrecke nach Limbach-Oberfrohna soll nach aktueller Planung Mitte der 2030er-Jahre fertig sein. Die Gesamtkosten liegen im mittleren dreistelligen Millionen-Bereich.
Titelfoto: Bildmontage: Visualisierung: Iproplan/VMS, Kristin Schmidt

